Geschichten-Kritik: Ein jegliches hat seine Zeit

Hallo @swriter ,

Momentan schreibe ich an einer längeren Inzest-Geschichte, in der die einschlägigen Szenen nur angedeutet, aber nicht explizit beschrieben werden. Ich bin dann mal gespannt, auf welche Resonanz sie bei der Literotica-Leserschaft stoßen wird,

herzliche Grüße

Juergen56

Und was ist der Grund, auf explizite Szenen zu verzichten? Meiner Meinung nach zeichnet sich eine gute Familiengeschichte dadurch aus, dass sie nichts überstürzt und halbwegs plausibel daherkommt. Eine vernünftige und nachvollziehbare Erklärung liefert, warum die Mutter mit dem Sohn oder der Bruder mit der Schwester intim wird.

Der Verzicht auf explizite Szenen verleiht der Story meiner Meinung nach keinen Mehrwert. Sex gehört da rein, darf aber natürlich niveauvoll integriert werden. Also nicht: "Daddy, jaaaaa. Fick mich mit deinem geilen und harten Daddyschwanz."

swriter
 
Hallo zusammen,

@swriter : Der Verzicht auf die Darstellung expliziter Sexszenen in der von mir erwähnten Geschichte, die sich momentan noch in der Entstehungsphase befindet, hängt mit dem Kontext zusammen, in der diese Szene in die Geschichte beschrieben wird, mehr kann und will ich im Moment dazu nicht sagen. Zum einen weil es ein zentrales Moment der Geschichte vorwegnehmen würde, zum anderen weil es noch einige ungeklärte Stellen im Handlungsverlauf gibt, über die ich mir noch ein paar Gedanken machen muss. Insofern kann ich Dich nur um Geduld bitten, bis der Text auf dieser Plattform erschienen ist.

@Auden James : Du hast natürlich Recht mit deinem Hinweis, dass es nichts bringt, irgendein trauriges Ende, sei es Tod oder Trennung, einfach an das Ende einer üblichen Sexgeschichte zu klatschen. Solch ein Schluss müsste sich für die Leser aus den vorangegangenen Geschehnissen als ein mögliches und nachvollziehbares Ende der Geschichte ergeben. Dass ein trauriges Ende eine ansonsten schlechte Geschichte nicht aufwertet, versteht sich von selbst. Was deine Frage, was ich denn unter einem traurigen Ausgang verstehe, denke ich spontan an folgende Romane: "Die Buddenbrooks" von Thomas Mann, wo das Ende der Geschichte im Untertitel "Der Verfall einer Familie" vorweggenommen wird. Da weiß ich als Leser von Anfang an, dass ich keine Erfolgsstory lesen werde. Oder Fontanes "Effi Briest" oder Gottfried Kellers Erzählung "Romeo und Julia". @swriter hatte ja bereits in seiner Antwort eine traurige Geschichte skizziert.

Mir kommt spontan dieses Szenario in den Sinn: Eine verheiratete Frau, die Ehe ist zwar glücklich, aber irgendwie hat sich über die Jahre doch eine gewisse Routine eingeschlichen, beginnt eine Affäre mit einem anderen Mann. Große Leidenschaft, heißer Sex, tiefe Seelenverwandtschaft. Sie spürt, dass ist in Wahrheit der Mann nach dem ich mich immer gesehnt habe. Vor die Wahl gestellt, mit ihrem Geliebten ein neues Leben anzufangen, entscheidet sie sich doch, bei ihrem Ehemann zu bleiben, wegen der Kinder, aus finanziellen Gründen, wegen der gesellschaftlichen Konventionen, wohlwissend, dass sie eine Chance verpasst hat.

herzliche Grüße

Juergen56
 
Mir kommt spontan dieses Szenario in den Sinn: Eine verheiratete Frau, die Ehe ist zwar glücklich, aber irgendwie hat sich über die Jahre doch eine gewisse Routine eingeschlichen, beginnt eine Affäre mit einem anderen Mann. Große Leidenschaft, heißer Sex, tiefe Seelenverwandtschaft. Sie spürt, dass ist in Wahrheit der Mann nach dem ich mich immer gesehnt habe. Vor die Wahl gestellt, mit ihrem Geliebten ein neues Leben anzufangen, entscheidet sie sich doch, bei ihrem Ehemann zu bleiben, wegen der Kinder, aus finanziellen Gründen, wegen der gesellschaftlichen Konventionen, wohlwissend, dass sie eine Chance verpasst hat.
Und das wäre dann also eine traurige Sexgeschichte nach Deinem Geschmack? Nun, nach der Nennung jener drei Deutschen Klassiker (davon einer mit dem "Verfall einer Familie" bereits im Titel!) hätte ich, offen gestanden, etwas anderes erwartet. Zumal Du oben selber andeutetest, daß ein trauriger Ausgang mithin auch das Gegenteil einer "Erfolgsstory" bedeuten könnte. Und eben dafür gäbe es ja im Sexbereich überreichlich Möglichkeiten!
 
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