Kein "Literaturkanal"

Was die xHamster-Überläufer angeht, so möchte ich das Urteil nicht bestätigen. Natürlich liefern manche dieser Autoren keine berauschenden Texte ab, das tun Schreibneulinge, die zum ersten Mal veröffentlichen, aber auch nicht. Es sei auch angemerkt, dass Autoren wie AldebaranKastor und MasterofR1 extrem gut ankommen und, soweit ich beim Überfliegen feststellen konnte, ihre Texte recht ordentlich präsentieren.

swriter

Ich muss mein damaliges Urteil revidieren. Zumindest was den Autor MasterofR1 betrifft.

Ich weiß nicht, was ich damals in seinem Text gesehen haben will, aber heute habe ich einen genaueren Blick auf "Der Zauberlehrling 06" geworfen. Und ja - da liegt so viel im Argen, dass man gar nicht weiß, wo man zu kritisieren beginnen soll.

Zudem gibt es vom Autor noch ein nettes Vorwort:
"Habe schon darauf hingewiesen das meine Rechtschreibung nicht sehr gut ist. Es interessiert mich auch nicht! "
"Bitte wendet euch an einen Verlag wo Geschichten Geld kosten, dann könnt ihr euch auch gerne darüber aufregen."

Das ist dann wieder kompatibel zu den Lesern, denen die sprachliche Güte eines Textes scheißegal ist, solange ordentlich gerammelt wird.

Und das passt dann wieder zur ursprünglichen These dieses Threads. Nicht nur, dass Autoren und Leser in vielen Fällen der deutschen Sprache nicht mächtig sind, manchen ist das vollkommen egal. Ausnahmslos alle Geschichten dieses Autors weisen ein HOT auf, es geht hoch bis 4,82. Für mich ist das ein Schlag ins Gesicht aller Autoren, die sich Mühe geben und Sorgfalt an den Tag legen.

swriter
 
solche..

..entwicklungen/tendenzen sind einer der gründe, weshalb ich es sehr bedauere,dass es das geschichtenangebot beim hamster nicht mehr gibt.
 
Ich muss mein damaliges Urteil revidieren. Zumindest was den Autor MasterofR1 betrifft.

Ich weiß nicht, was ich damals in seinem Text gesehen haben will, aber heute habe ich einen genaueren Blick auf "Der Zauberlehrling 06" geworfen. Und ja - da liegt so viel im Argen, dass man gar nicht weiß, wo man zu kritisieren beginnen soll.

Zudem gibt es vom Autor noch ein nettes Vorwort:
"Habe schon darauf hingewiesen das meine Rechtschreibung nicht sehr gut ist. Es interessiert mich auch nicht! "
"Bitte wendet euch an einen Verlag wo Geschichten Geld kosten, dann könnt ihr euch auch gerne darüber aufregen."

Das ist dann wieder kompatibel zu den Lesern, denen die sprachliche Güte eines Textes scheißegal ist, solange ordentlich gerammelt wird.

Und das passt dann wieder zur ursprünglichen These dieses Threads. Nicht nur, dass Autoren und Leser in vielen Fällen der deutschen Sprache nicht mächtig sind, manchen ist das vollkommen egal. Ausnahmslos alle Geschichten dieses Autors weisen ein HOT auf, es geht hoch bis 4,82. Für mich ist das ein Schlag ins Gesicht aller Autoren, die sich Mühe geben und Sorgfalt an den Tag legen.

swriter


Der Autor hat die Kommentare bei seinen Geschichten deaktiviert, nachdem sich auch andere Leser kritisch zur Textqualität geäußert hatten. Würde mich nicht wundern, wenn er hinschmeisst und seinen Rückzug von der Plattform ankündigt.

Warum sind kritisierte Autoren immer so schnell beleidigt (z. B. choosie, freudenspender), statt sich zu hinterfragen, ob die Kritik berechtigt ist?

swriter
 
@ swriter

Ich muss mein damaliges Urteil revidieren. Zumindest was den Autor MasterofR1 betrifft. […} Und ja - da liegt so viel im Argen, dass man gar nicht weiß, wo man zu kritisieren beginnen soll.
Damit bestätigen nun also auch Sie meine zentrale These vom Anfang dieses Diskussionsstrangs, daß die Qualität der Veröffentlichungen hier unter dem Zustrom der xHamster-Überläufer – vor allem die Grundlagen der sprachlichen Gestaltung betreffend (OGI etc.) – erheblich gelitten hat!

Zudem gibt es vom Autor noch ein nettes Vorwort: "Habe schon darauf hingewiesen das meine Rechtschreibung nicht sehr gut ist. Es interessiert mich auch nicht! " "Bitte wendet euch an einen Verlag wo Geschichten Geld kosten, dann könnt ihr euch auch gerne darüber aufregen." Das ist dann wieder kompatibel zu den Lesern, denen die sprachliche Güte eines Textes scheißegal ist, solange ordentlich gerammelt wird.
Das ist genau in dasselbe Horn geblasen wie von jenen Anonymen, deren Kommentare ich eingangs zitierte. Diese Mentalität der Geringschätzung oder Verachtung der deutschen Sprache – sowie erzählerischer Ansprüche – scheint also auf der Gegenseitigkeit bzw. Einigkeit der Leser und Schreiber zu gründen!

Ausnahmslos alle Geschichten dieses Autors weisen ein HOT auf, es geht hoch bis 4,82. Für mich ist das ein Schlag ins Gesicht aller Autoren, die sich Mühe geben und Sorgfalt an den Tag legen.
Tja, es ist aber, wenn man denn das Votum der Leser auf LIT ernst nehmen wollte, eine eindeutige Willensbekundung, was für Texte die deutsche Leserschaft hier lesen und veröffentlicht sehen will: Schund, Schund und nochmals Schund! Freilich, die Anspruchslosigkeit der dt. LIT-Leserschaft, die nachgerade an Niveau- bzw. Qualitätsfeindschaft zu grenzen oder schon in diese überzugehen scheint, ist bedauerlich, aber was bringt es, über den bedauerlichen Zustand des Publikums hier zu lamentieren: es wird dadurch nicht um ein Quentchen mehr Wert auf saubere Erzählkunst legen!

Das ist wie mit Fast Food und Fertiggerichten: sind die Leute erst einmal auf den Geschmack gekommen, wollen sie nur noch mehr davon, ohne an etwas anderem Geschmack finden zu können, womit der Weg zu Adipositas und Diabetes Typ II vorgezeichnet ist. Denn einen vollends an Zucker und künstlichen Aromen gebildeten Geschmack könnte keine Kochkunst der Welt mehr von diesem Pfad des geschmacklosen, aber kalorienreichen Fressens abbringen – macht es den Fresser doch rund und glücklich!

Nicht anders verhält es sich im Fall der „Currywürste“, wie einer meiner geschätzten Leser jene einstmals überschaubare, aber mittlerweile die absolute Mehrheit stellende Lesergruppe auf LIT benannte, den „notgeilen Wichser[n]“ (derselbe Leser), die „Dumpfbacken-Stories“ (immer noch derselbe Leser) hier hochloben und -werten, aber alles andere, was höhere erzählerische Ansprüche stellt, gnadenlos abwerten.

So ist es nun einmal, und das Publikum hier wird sich voraussichtlich auch nicht mehr ändern – jedenfalls nicht zum Besseren. (Und deshalb hatte ich ja auch diese Diskussion ursprünglich angestoßen, um sich darüber zu verständigen, inwieweit das dt. LIT überhaupt noch ein geeigneter Ort für Texte mit gewissen erzählerischen Ansprüchen ist!)

Warum sind kritisierte Autoren immer so schnell beleidigt (z. B. choosie, freudenspender), statt sich zu hinterfragen, ob die Kritik berechtigt ist?
Nun, diese Frage aus Ihrem Mund zu vernehmen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie (oder auch Heuchelei?), schließlich haben doch Sie, als ich weiland Ihre LIT-Beiträge einer berechtigten Kritik unterzog, nicht anders reagiert als jene Autoren, die sie eben dieser Reaktion wegen jetzt an den Pranger zu stellen meinen!

Wer im Glashaus sitzt …

In diesem Sinne
Auden James
 
Nun, diese Frage aus Ihrem Mund zu vernehmen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie (oder auch Heuchelei?), schließlich haben doch Sie, als ich weiland Ihre LIT-Beiträge einer berechtigten Kritik unterzog, nicht anders reagiert als jene Autoren, die sie eben dieser Reaktion wegen jetzt an den Pranger zu stellen meinen!

Wer im Glashaus sitzt …

In diesem Sinne
Auden James

Ich habe darauf gewartet, dass ein Vergleich zu mir gezogen wird.

Natürlich habe auch ich lernen müssen, mit Kritik umzugehen. Besonders mit der, die wenig konstruktiv und schon gar nicht wertschätzend vorgetragen wurde. Und wenn du glaubst, dass deine Kommentare zu meinen Geschichten konstruktiv und wertschätzend waren, so haben wir unterschiedliche Vorstellungen von diesen Begriffen.

Im Gegensatz zu manch anderen Autoren habe ich mich Kritik stets gestellt. Ich habe nicht beleidigt die Kommentarfunktion abgeschaltet oder meinen Rückzug von der Plattform angedroht. Wann immer mir Kritik entgegengebracht wurde (und es gab zwischen 2013 und 2015 keinen Autor, dessen Geschichten mehr kritisiert wurden als meine), habe ich diese reflektiert, mir aber erlaubt, sie zu bewerten. Du glaubst wahrscheinlich, dass deine Meinung die einzig wahre ist und dass ein Autor diese in jedem Fall anzunehmen hat. Ich nehme mir allerdings heraus, die Meinung des Kritikers zu hinterfragen, meiner gegenüberzustellen und letztendlich zu entscheiden, ob ich mir etwas von der Kritik annehmen möchte oder bei meiner Lösung bleibe. Und wenn ich dann erkläre, warum ich bei meiner Variante bleibe, hat das nichts mit Kritikunfähigkeit zu tun, sondern ist das Ergebnis der Auseinandersetzung mit der Kritik. Selbstverständlich kann ich keine Argumente gegen echte Rechtschreibfehler finden.

Wenn du dich eingehender mit meinen Texten beschäftigt hättest, wüsstest du, dass ich Formulierungen aus früheren Geschichten bei aktuellen Texten verbannt habe. So verwende ich z.B. den Begriff "Oberweite" nicht mehr, u.a. weil ein Kritiker darauf herumgeritten hat. Auch wenn er dabei nicht gerade freundlich argumentiert hat, habe ich entschieden, seinen Rat anzunehmen. Es gab aber auch Diskussionen über ein Wort, eine Formulierung oder einen Satz in einer kompletten Geschichte, die sich ansonsten relativ frei von Fehlern präsentiert hat. Hier zu verstehen und akzeptieren, dass die Kritiker einen Narren an dieser einen Textpassage gefunden haben und darauf herumreiten müssen, das dürfte jedem Autor schwerfallen.

Ich kann als Kritiker nur Vorschläge unterbreiten, was der Autor daraus macht, bleibt ihm überlassen. Ich kann damit leben, wenn ein Autor meint, sich keine Mühe bei seinen Texten geben zu müssen. Resak hat irgendwann einmal erklärt, dass er keine Lust hat, sich anzustrengen und seine Texte gründlicher zu überarbeiten. Auch wenn ich seine Einstellung nicht teile, kann ich sie akzeptieren. Wenn MasterofR1 glaubt, dass seine Texte mit den Fehlern und der ungeschliffenen Sprache gut sind, wie sie sind, dann ist das so. Nichtsdestotrotz weise ich ihn auf Dinge hin, die mir auffallen und die ich als wenig vorteilhaft ansehe. Und das versuche ich auf konstruktive und wertschätzende Weise zu tun. Das mag mir nicht immer gelingen, aber ich habe ja dich als leuchtendes Gegenbeispiel, wie man es nicht macht, nämlich von vorne bis hinten herablassend.

swriter
 
@ swriter

Wenn du dich eingehender mit meinen Texten beschäftigt hättest, wüsstest du, dass ich Formulierungen aus früheren Geschichten bei aktuellen Texten verbannt habe. So verwende ich z.B. den Begriff "Oberweite" nicht mehr, u.a. weil ein Kritiker darauf herumgeritten hat.
Das Problem Ihrer früheren Texte (und seitdem habe ich keine weiteren mehr von Ihnen gelesen) war ganz sicher nicht die Verwendung des Begriffs „Oberweite“ oder dergleichen. Sollten sie dies ernstlich glauben, so zeigte dies nur einmal mehr Ihre tatsächliche Unfähigkeit, berechtigte Kritik anzunehmen und zu verstehen.

Ich kann als Kritiker nur Vorschläge unterbreiten, was der Autor daraus macht, bleibt ihm überlassen.
Es ist überhaupt nicht die Aufgabe eines Kritikers, irgendwelche „Vorschläge“ zu unterbreiten; der Kritiker ist nicht der Lektor eines Autors. Der Kritiker beurteilt (idealiter mit sachlicher Begründung), er bedient sich seiner Urteilskraft und entwickelt und schärft auf diese Weise seinen Geschmack. Es ist nicht seine Aufgabe – im Gegensatz zum Lektor –, aus einem schlechten Schreiber einen mittelmäßigen zu machen; es ist seine Aufgabe, wie die Redensart besagt, die Spreu vom Weizen zu trennen, also in der Masse des Mittelmäßigen und Schlechten das Gute ausfindig zu machen. Der Kritiker leistet letztlich einen Dienst an der Allgemeinheit, indem er sie auf das hinweist, was der Aufmerksamkeit wert ist (bzw. dies gerade nicht ist), und ihr den Verdruß, den die Beschäftigung mit unzureichenden Machwerken bereitet, erspart.

Wenn MasterofR1 glaubt, dass seine Texte mit den Fehlern und der ungeschliffenen Sprache gut sind, wie sie sind, dann ist das so. Nichtsdestotrotz weise ich ihn auf Dinge hin, die mir auffallen und die ich als wenig vorteilhaft ansehe. Und das versuche ich auf konstruktive und wertschätzende Weise zu tun.
Und was bringt das? Und wem vor allem? Solche Stümper kümmert nicht, was immer Sie auch an ihren hingeschluderten Wichsvorlagen auszusetzen haben; Sie verschwenden somit nur "konstruktive und wertschätzende" Worte (ganz zu schweigen von Ihrer Zeit) für nichts und wieder nichts.

Ich denke, sie könnten Ihre Zeit konstruktiver Nutzen!

In diesem Sinne
Auden James
 
Wie traurig, wenn ein so kompetenter, geschmacksgestählter Kritiker seine Zeit (und die anderer Leute) nutzlos verschwendet, weil

a) das Publikum praktisch komplett aus drögen Wichslesern besteht (so seine eigene Meinung), die etwas völlig anderes auf LIT suchen als er selbst,

b) Kritiken wenig Sinn machen in einem Bereich, in dem sich jeder Leser schneller ein eigenes Bild von einer Geschichte machen kann, indem er ein paar Absätze überfliegt, als wenn er die ebenso länglichen wie ermüdenden Kritiken liest,

c) man die Professionalität seiner Ausführungen durchaus kritisch sehen kann (vgl. mein Beitrag im anderen Thread),

d) der postulierte Beitrag zum Gemeinwohl damit so schmal ausfällt, dass man wohl eine Feinwaage zur Messung bräuchte,

e) er mit seinen jahrelangen Bemühungen um mehr Niveau erkennbar gescheitert ist, nachdem auf LIT heute alles schlimmer ist als früher (so lautet ja seine - nach wie vor nicht belegte - Ausgangsthese für diesen Thread).

Aber gut, das ist ein freies Land. Jeder kann seine Zeit so verschwenden, wie er es für richtig hält. Ich gerade, indem ich nutzlose Repliken auf nutzlose Beiträge schreibe, lol.
 
Und was bringt das? Und wem vor allem? Solche Stümper kümmert nicht, was immer Sie auch an ihren hingeschluderten Wichsvorlagen auszusetzen haben; Sie verschwenden somit nur "konstruktive und wertschätzende" Worte (ganz zu schweigen von Ihrer Zeit) für nichts und wieder nichts.

Ich denke, sie könnten Ihre Zeit konstruktiver Nutzen!

In diesem Sinne
Auden James

Vielleicht bin ich naiv oder ideell, aber ich kann mich nicht hinstellen und mehr Kommentare auf der Plattform fordern, wenn ich nicht mit gutem Beispiel vorangehe.

Ich hätte früher gerne Kommentare erhalten, wie ich sie schreibe. Solange mir ein Autor nicht mitteilt, dass ich mich von seinen Texten fernhalten soll, fühle ich mich grundsätzlich willkommen. Natürlich wäre es auch mal schön zu erfahren, ob man meine Hinweise zu schätzen weiß oder ob sie nur nerven. Leider halten sich fast alle Autoren bedeckt und reagieren nicht auf Kommentare, das kann man interpretieren, wie man will.

swriter
 
Vielleicht bin ich naiv oder ideell, aber ich kann mich nicht hinstellen und mehr Kommentare auf der Plattform fordern, wenn ich nicht mit gutem Beispiel vorangehe.

Ich hätte früher gerne Kommentare erhalten, wie ich sie schreibe. Solange mir ein Autor nicht mitteilt, dass ich mich von seinen Texten fernhalten soll, fühle ich mich grundsätzlich willkommen. Natürlich wäre es auch mal schön zu erfahren, ob man meine Hinweise zu schätzen weiß oder ob sie nur nerven. Leider halten sich fast alle Autoren bedeckt und reagieren nicht auf Kommentare, das kann man interpretieren, wie man will.

swriter

Das Problem ist, dass es fast keinen Sinn macht, dem Schreiber eines Kommentars zu antworten. Der wird wahrscheinlich nie mehr dieselbe Geschichte lesen und damit auch nicht meinen Kommentar darunter. Ich beschränke mich inzwischen meist auf summarische "Ich danke euch für die Kommentare" und eventuell Hinweise an Leute, die die Geschichte danach noch lesen und sich auch noch die Kommentare durchlesen.
 
Das Problem ist, dass es fast keinen Sinn macht, dem Schreiber eines Kommentars zu antworten. Der wird wahrscheinlich nie mehr dieselbe Geschichte lesen und damit auch nicht meinen Kommentar darunter. Ich beschränke mich inzwischen meist auf summarische "Ich danke euch für die Kommentare" und eventuell Hinweise an Leute, die die Geschichte danach noch lesen und sich auch noch die Kommentare durchlesen.

Sehe ich auch so. Ich antworte daher manchen Kommentatoren über das "Contact"-Feld in deren Profil (bei Anonymen natürlich nicht möglich).

Wenn man einem Autor wirklich bei der Weiterentwicklung helfen möchte, ist ein Feedback oder Kommentar direkt über das "Contact"-Feld vielleicht die bessere Wahl, weil es privat bleibt. Man kann auch kritische Dinge ansprechen, die auf offener Bühne sehr viel schneller zur Abwehr und zur Eskalation führen. Das ist normales menschliches Verhalten, das Phänomen ist gut erforscht.

Ich persönlich frage andere Autoren zuerst, ob eine Detailkritik überhaupt erwünscht und willkommen ist. Falls nicht, kann ich mir das sparen, denn wer nichts annehmen möchte, dem kann man nichts aufzwingen (und hier spreche ich absolut aus eigener Erfahrung, lol!).

Daher an dieser Stelle folgendes Angebot an alle: Falls jemand ein Feedback zu einer veröffentlichten Story haben möchte, einfach PM an mich. Ich bin zwar genauso wenig ein professioneller Kritiker wie ich ein professioneller Autor bin, aber dennoch kann ich mit Sicherheit nützlichere Hinweise liefern als unser aller Lieblingskritiker AJ das tut.

Damit wäre auch mein Motiv klar, mir für so etwas Zeit zu nehmen: Ich persönlich finde es toll, dass es LIT gibt, und wirke gerne konstruktiv an der Entwicklung der Plattform mit. Die Unterstützung für Kolleg/innen gehört da für mich dazu.

LG
Dingo
 
@ PhiroEpsilon

Das Problem ist, dass es fast keinen Sinn macht, dem Schreiber eines Kommentars zu antworten. Der wird wahrscheinlich nie mehr dieselbe Geschichte lesen und damit auch nicht meinen Kommentar darunter.
Das war allerdings nicht immer so, sondern ist eigentlich erst so gekommen, seitdem die Kommentare "moderiert" werden und mehrere Stunden bis Tage im Limbo verbringen, ehe sie veröffentlicht werden.

Früher war es auf LIT durchaus üblich, daß es in den Kommentarbereichen der Beiträge zu einem regen Austausch zwischen den Autoren und ihren Lesern sowie den Lesern untereinander kam. Das war, finde ich, einer der größten Vorzüge LITs, zumindest aus Autorensicht, gegenüber anderen Plattformen. Aber LIT ist ja letztlich keine Seite für Autoren, sondern für die Leser, und deshalb interessiert der Wegfall dieses Vorzugs die Betreiber anscheinend auch nicht, obgleich selbst im englischen "Author's Hangout" die Autoren mittlerweile regelmäßig die Abschaffung der "Moderation" der Kommentare fordern. Ändern wird sich dadurch, denke ich, allerdings nichts, denn die Betreiber haben ja mit so gut wie jeder Neuerung hier nur den Lesern in die Karten gespielt, aber die Vorteile für die Autoren nach und nach abgebaut. Sie bleiben ihrer Linie damit also schlechterdings treu!

MfG
Auden James
 
Das war allerdings nicht immer so, sondern ist eigentlich erst so gekommen, seitdem die Kommentare "moderiert" werden und mehrere Stunden bis Tage im Limbo verbringen, ehe sie veröffentlicht werden.

Früher war es auf LIT durchaus üblich, daß es in den Kommentarbereichen der Beiträge zu einem regen Austausch zwischen den Autoren und ihren Lesern sowie den Lesern untereinander kam. Das war, finde ich, einer der größten Vorzüge LITs, zumindest aus Autorensicht, gegenüber anderen Plattformen. Aber LIT ist ja letztlich keine Seite für Autoren, sondern für die Leser, und deshalb interessiert der Wegfall dieses Vorzugs die Betreiber anscheinend auch nicht, obgleich selbst im englischen "Author's Hangout" die Autoren mittlerweile regelmäßig die Abschaffung der "Moderation" der Kommentare fordern. Ändern wird sich dadurch, denke ich, allerdings nichts, denn die Betreiber haben ja mit so gut wie jeder Neuerung hier nur den Lesern in die Karten gespielt, aber die Vorteile für die Autoren nach und nach abgebaut. Sie bleiben ihrer Linie damit also schlechterdings treu!

MfG
Auden James

O Schöne Neue Zeit, in der Forenbetreiber die gesetzliche Verpflichtung haben, dafür zu sorgen, dass in ihren Foren nichts Kriminelles gepostet wird.

Früher, als das Internet nur aus Freunden bestand, die sich vielleicht mal kabbelten, war das nicht nötig.

Wenn die Kommentare hier nicht überprüft würden, würden wir außerdem unter Penisvergrößerungs- und anderem Spam ersticken.
 
@ PhiroEpsilon

Wenn die Kommentare hier nicht überprüft würden, würden wir außerdem unter Penisvergrößerungs- und anderem Spam ersticken.
Wie kommst Du darauf? Es stimmt, bevor die "Moderation" eingeführt wurde, gab es eine zeitwillige Spam-Attacke auf LIT, oder was auch immer das war. Jedenfalls all die Jahre zuvor, in denen es wohlgemerkt keine "Moderation" der öffentlichen Kommentare gab, ist hier niemand unter "Penisvergrößerungs- und anderem Spam" erstickt, weshalb die Notwendigkeit der Erstickung an selbigem, die Du behauptest, schlichtweg nicht gegeben sein kann.

Und um unliebsame Links herauszufiltern, dafür genügte doch eigentlich ein Script; dafür bedürfte es eigentlich nicht einer "Moderation" (was das auf LIT eigentlich bedeutet, dazu gibt es inzwischen wilde Spekulationen im englischen "Author's Hangout").

MfG
Auden James
 
Wie kommst Du darauf? Es stimmt, bevor die "Moderation" eingeführt wurde, gab es eine zeitwillige Spam-Attacke auf LIT, oder was auch immer das war. Jedenfalls all die Jahre zuvor, in denen es wohlgemerkt keine "Moderation" der öffentlichen Kommentare gab, ist hier niemand unter "Penisvergrößerungs- und anderem Spam" erstickt, weshalb die Notwendigkeit der Erstickung an selbigem, die Du behauptest, schlichtweg nicht gegeben sein kann.

Und um unliebsame Links herauszufiltern, dafür genügte doch eigentlich ein Script; dafür bedürfte es eigentlich nicht einer "Moderation" (was das auf LIT eigentlich bedeutet, dazu gibt es inzwischen wilde Spekulationen im englischen "Author's Hangout").

MfG
Auden James

Die Moderation funktioniert aber nicht so recht. Regelmäßig teilt ein Leser seine email-Adresse über die Kommentare mit. Zuletzt gab es auch mehrfach eine Handynummer. Literotica wird hier offenbar als Kontakthof missbraucht.

swriter
 
@ swriter

Die Moderation funktioniert aber nicht so recht.
Was den vorgeblichen Zweck der "Moderation", nämlich die Verhinderung von Spam, noch zweifelhafter erscheinen läßt. Wie gesagt, im englischen "Author's Hangout" stellt man inzwischen wilde Spekulationen an, was dieses Verschiebern und Hinauszögern der Leserkommentare eigentlich bezweckt.

MfG
Auden James
 
Was den vorgeblichen Zweck der "Moderation", nämlich die Verhinderung von Spam, noch zweifelhafter erscheinen läßt. Wie gesagt, im englischen "Author's Hangout" stellt man inzwischen wilde Spekulationen an, was dieses Verschiebern und Hinauszögern der Leserkommentare eigentlich bezweckt.

MfG
Auden James

Die Amerikaner (das sind die, die englisch sprechen), haben keine Beziehung zum Begriff "Unterdrückung von Hasskommentaren und solchen mit kriminellem Inhalt", was inzwischen in vielen Ländern der Welt gesetzlich gefordert und mit Strafen belegt ist.

"Wieso darf ich einen anderen nicht Nazi nennen oder fordern, dass er vergast wird wie die Juden damals?" Das muss man einem Ami langund breit erklären.

Forenbetreiber MÜSSEN öffentlich sichtbare Kommentare überprüfen. Da ist nichts zu verstehen sondern nur eine Geldstrafe zu vermeiden.

Andere Foren machen das mit Logins. Wenn Lit das nicht will, s.o.
 
@ PhiroEpsilon

Forenbetreiber MÜSSEN öffentlich sichtbare Kommentare überprüfen. Da ist nichts zu verstehen sondern nur eine Geldstrafe zu vermeiden.
Ich weiß jetzt nicht, ob du es noch nicht mitbekommen hast, deswegen an dieser Stelle einmal zur Klarstellung: Literotica ist keine deutsche Seite, sondern eine US-amerikanische, die deshalb auch US-amerikanischem (und nicht deutschem oder irgendeinem anderen Recht) unterworfen ist, weshalb für sie – theoretisch – der erste Zusatz der US-Verfassung ("freedom of speech") gilt.

Und die Freiheit der Rede wird gerade nicht dadurch gewahrt, daß irgendwer irgendwessen "sichtbare Kommentare" überprüft, bevor diese überhaupt sichtbar werden.

MfG
Auden James
 
Ich weiß jetzt nicht, ob du es noch nicht mitbekommen hast, deswegen an dieser Stelle einmal zur Klarstellung: Literotica ist keine deutsche Seite, sondern eine US-amerikanische, die deshalb auch US-amerikanischem (und nicht deutschem oder irgendeinem anderen Recht) unterworfen ist, weshalb für sie – theoretisch – der erste Zusatz der US-Verfassung ("freedom of speech") gilt.

Und die Freiheit der Rede wird gerade nicht dadurch gewahrt, daß irgendwer irgendwessen "sichtbare Kommentare" überprüft, bevor diese überhaupt sichtbar werden.

MfG
Auden James

Es ist der europäischen Justiz (zu Recht) scheißegal, wo eine Website ihre Heimat hat. Wenn sie sich nicht an unsere Gesetze hält, wird sie abgemahnt, bestraft und schließlich in Europa gesperrt.

Sonst könnte ja jeder Kinderpornos im Takatukaland hosten und in Deutschland verbreiten.

Übrigens - und das ignorieren viele Amis, weil es ihnen nicht in den Kram passt - steht in diesen Zusatzartikeln nur "Congress shall make no law" Jeder Mensch und jede juristische Person hat das Recht, anderen den Mund zu verbieten, wenn sie z.B. hetzerische Bemerkungen ablassen.
 
... die Freiheit der Rede wird gerade nicht dadurch gewahrt, daß irgendwer irgendwessen "sichtbare Kommentare" überprüft, bevor diese überhaupt sichtbar werden.

Putzig, wenn ausgerechnet diejenigen, die es sonst als ihre primäre Aufgabe sehen, Meinungsäußerungen anderer Leute herunterzuputzen (egal ob Geschichten oder Forenbeiträge), sich dann als Freunde der "Freiheit der Rede" gerieren...
 
Putzig, wenn ausgerechnet diejenigen, die es sonst als ihre primäre Aufgabe sehen, Meinungsäußerungen anderer Leute herunterzuputzen (egal ob Geschichten oder Forenbeiträge), sich dann als Freunde der "Freiheit der Rede" gerieren...

Nein, das passt genau zu AJs Einstellung. Auch die Amis denken, sie haben das Recht ALLES zu sagen, so verletzend und niederträchtig es auch sein mag.
 
Nein, das passt genau zu AJs Einstellung.

Ja, genau das meinte ich. Skurril wird es dann, wenn so jemand andererseits Autorren wie z.B. swriter nahelegt, doch besser gar nicht mehr zu schreiben, weil man das der Welt doch nicht zumuten könne (sinngemäß zitiert).
 
@ PhiroEpsilon: Freedom of Speech

Es ist der europäischen Justiz (zu Recht) scheißegal, wo eine Website ihre Heimat hat. Wenn sie sich nicht an unsere Gesetze hält, wird sie abgemahnt, bestraft und schließlich in Europa gesperrt.
Nun, das bezweifle ich doch stark, denn auch Literotica hält sich – strenggenommen – nicht an die deutschen Jugendschutzauflagen, verstößt also in Deinen Worten gegen "unsere Gesetze". Und? Ist sie deswegen in den über zwanzig Jahren, seitdem sie besteht, in Deutschland oder der EU gesperrt worden? Ist Laurel deswegen erfolgreich abgemahnt worden? Soweit ich das überblicke, lautet die klare Antwort: nein.

So weit, wie Du es anscheinend gerne sähest, reicht der Arm der "europäischen Justiz" also allem Anschein nach doch noch nicht.

Und im übrigen: Müßte das moralisch für Dich nicht eigentlich ziemlich problematisch sein, Dich hier auf einer Seite zu betätigen, die Deinem eigenen Rechtsverständnis nach doch eigentlich umgehend gesperrt werden müßte, weil sie sich nicht an "unsere Gesetze" hält?

Sonst könnte ja jeder Kinderpornos im Takatukaland hosten und in Deutschland verbreiten.
Totschlagargument ohne Bezug zur Sache.

Es ging um unterschiedliche Normen in unterschiedlichen Rechtsräumen, weshalb die Normen aus dem einen nicht notwendigerweise auch im anderen greifen.

Das hat mit der Verbreitung von "Kinderpornos" über Server in "Takatukaland" (ist so eine Bezeichnung nicht übrigens latent rassistisch?) erst einmal nichts zu tun, zumal die US-Gesetze dazu ziemlich eindeutig sind: illegal, unter allen Umständen. Insofern wäre hier sogar eine Gleichheit der Rechtsnormen gegeben, und in der Sache ging es ja gerade nicht um eine solche Gleichheit.

Übrigens [..] steht in diesen Zusatzartikeln nur "Congress shall make no law" Jeder Mensch und jede juristische Person hat das Recht, anderen den Mund zu verbieten, wenn sie z.B. hetzerische Bemerkungen ablassen.
Das ist nach amerikanischer Rechtsprechung gerade nicht der Fall. "Hate speech", was, denke ich, wohl in etwa Deinen "hetzerische[n] Bemerkungen" entsprechen dürfte, ist ein neuartiges Konzept im angelsächsischen Rechtsraum, das nicht in der Verfassung verankert ist. Allerdings ist diese Angelegenheit im Falle von Privatunternehmen nicht ganz unkompliziert, was wir an dieser Stelle aber auch nicht weiter zu diskutierten brauchen, weil es privaten Entitäten jedenfalls auch den USA freisteht, innerhalb ihres Geltungsbereichs nach ihrem Ermessen Inhalte zu zensieren.

Dein "anderen den Mund zu verbieten" scheint mir allerdings auf problematische Weise über dieses private Zensurrecht hinauszuweisen, schließlich schwingt darin die Bedeutung mit, jemanden zum Schweigen zu bringen. Nun, soweit ich weiß, hat jedenfalls in den USA nicht "[j]eder Mensch" ein Recht darauf, andere zum Schweigen zu bringen! Ich meine, es ist auch schwer vorstellbar, wie Du im Fall des Falles einem anderen den Mund verbieten wolltest, ohne den Einsatz irgendeiner Form von Gewalt, die wiederum gegen andere gesetzliche Verbote verstieße, wie z. B. die des tätlichen Übergriffs.

Der Selbstzensur allerdings ist natürlich auch den USA keine rechtliche Grenze gesetzt ...

MfG
Auden James
 
Last edited:
@Dingo666

Sehr schön auf den Punkt gebracht.

Wie in allen anderen Kontexten hat jede/r Leser/in ein Erwartungsniveau. Wenn das unterschritten wird (z.B. durch Rechtschreib- oder andere Fehler), führt das zur Enttäuschung. Die Höhe der Erwartung ist extrem unterschiedlich. Der eine fühlt sich schon massiv beeinträchtigt, wenn zwei, drei Kommata falsch gesetzt sind. Der andere erst, wenn MAn GGAAR nixxx MEER läsen knnn...

Bei mir merke ich das speziell bei Science Fiction-Geschichten. Mich törnt es total ab, wenn die ökonomische und gesellschaftliche Basis hinter der Geschichte nicht stimmt - weil ich da eben Hintergrundwissen habe. Beispiel: Das bei "Tribute von Panem" geschilderte Wirtschaftssystem ist völlig abwegig, im Sinne von komplett unlogisch und dysfunktional. Mir geht das fürchterlich auf den Senkel, während das den meisten anderen Lesern/Filmbetrachtern völlig egal sein dürfte.

Für LIT bedeutet das: Für den Erfolg bzgl. Votings und Klickzahlen muss man "nur" das Niveau erreichen, das die Mehrheit erwartet, mehr nicht. Effizient und ökonomisch.

Das eigene Streben nach dem Bestmöglichen, das man leisten kann, ist eine andere Dimension. Da geht es um Selbstverwirklichung, nicht um äußere Bestätigung. Aber das ist eher eine Haltung.


Es geht nicht um das Erwartungsniveau der Leser.
Es geht um den Anspruch, den ein Autor an sich selbst legt.
Und da gab es eben früher hier Leute, die einen anderen Anspruch an sich selbst hatten als viele heutige Autoren, was dazu führt, das früher hier wesentlich zahlreicher gute Stories erschienen als heute.

Wer nur wegen LIT-Erfolg schreibt-- wenn man das als hohe Votings und hohe Klickzahlen definiert-- der hat meines Erachtens eine seltsame Motivation.

Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung.
 
Wer nur wegen LIT-Erfolg schreibt -- wenn man das als hohe Votings und hohe Klickzahlen definiert -- der hat meines Erachtens eine seltsame Motivation.

Volle Zustimmung! Wer seinen Selbstwert ausschließlich darauf basiert, was er
auf LIT für Bewertungen bekommt, da gibt es inzwischen eine Reihe weiterer, weit besserer Möglichkeiten als nur immer weiter, weitere Sachen zu schreiben in der Hoffnung, in Zukunft irgendwann höhere Bewertungen zu bekommen...
 
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