Thilo Sarrazin

dann sag mal was ernsthaft Geostrategisches dazu?

Dein letztes Statement war, dass Thilo Sarrazins Aussagen widerlegt seien...

Wir können hier gerne konstruktiv
über Moralphilosophie diskutieren,
bzw. die Quintessenz des allgemeinen
Werteverfalls erörtern, btw: Es bringt
dir nichts und mir erst recht nichts.

Ohne jetzt herablassend klingen zu wollen:
Stell dir vor die Galaxie hat einen strahlenden
Mittelpunkt, das ist da wo Rosi sitzt und du
wohnst in einem lichtarmen Seitenarm
der Milchstraße.
 
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Wir können hier gerne konstruktiv
über Moralphilosophie diskutieren,
bzw. die Quintessenz des allgemeinen
Werteverfalls erörtern, btw: Es bringt
dir nichts und mir erst recht nichts.

Also von mir aus könnten wir gerne darüber diskutieren. Ich zum Beispiel kann diesen Werteverfall eigentlich nirgends finden... Allerdings, fällt mir auf, dass "ältere" Leute immer darüber reden, dass "früher ja alles besser" war... Aber bei genauer Hinsicht war das eigentlich alles nie der Fall.... Weder waren die Arbeitszeiten früher besser, noch der Umweltschutz, noch der Konsumentenschutz, noch die Sicherheit im Straßenverkehr, noch die Kriminalstatistik... Goethe sagte das mal, oder war's Grillparzer? kA.

Warum das Vergangene uns so lieblich dünkt? Aus dem selben Grunde,
warum eine Graswiese mit Blumen aus der Entfernung ein Blumenbeet scheint.


;)
 
..... und glücklich ist, wer vergisst,
was eh nicht mehr zu ändern ist.
 
Also von mir aus könnten wir gerne darüber diskutieren. Ich zum Beispiel kann diesen Werteverfall eigentlich nirgends finden... Allerdings, fällt mir auf, dass "ältere" Leute immer darüber reden, dass "früher ja alles besser" war... Aber bei genauer Hinsicht war das eigentlich alles nie der Fall.... Weder waren die Arbeitszeiten früher besser, noch der Umweltschutz, noch der Konsumentenschutz, noch die Sicherheit im Straßenverkehr, noch die Kriminalstatistik... Goethe sagte das mal, oder war's Grillparzer? kA.

Warum das Vergangene uns so lieblich dünkt? Aus dem selben Grunde,
warum eine Graswiese mit Blumen aus der Entfernung ein Blumenbeet scheint.


;)

Ich rede nicht von materiellen Werten, sondern von ideellen Werten,
als da wären Pünktlichkeit, Respekt, Höflichkeit, Loyalität u.v.m.
 
Ich rede nicht von materiellen Werten, sondern von ideellen Werten, als da wären Pünktlichkeit, Respekt, Höflichkeit, Loyalität u.v.m.

Ich rede auch nicht von "materiellen Werten". Obwohl ich Umweltschutz und Sicherheit im Straßenverkehr nicht als "materiellen Wert" fassen würde. Du musst wohl Jurist sein ;-) von der Seite kenne ich es, dass ganz ganz viel plötzlich "materiell" heißt... materieller Schaden, ideeler Schaden.... ;)

Aber Pünktlichkeit? Ich würd mal behaupten, das ist heute strenger als früher. Früher gab es das akademische Viertel, cum tempore. Heute? Wenn du 15 Min zu spät zum Vorstellungsgespräch kommst? Ich weiß nicht, ob dich der Personalchef da freundlich anlächelen würde... Oder Respekt? Früher sagte man "Gnädige Frau XY", dafür war der Frauenanteil in Führungspositionen irgendwo zwischen 1-2 Prozent. Heute sagt man zwar nur noch "Frau XY". Dafür ist der Frauenanteil aber auf (je nach Branche) bis zu 30% gestiegen.

Natürlich wäre es respektvoller, die Frau des Arztes auch weiterhin als "Frau Doktor" anzusprechen als, neuerdings, nur als "Frau Müller"...

Aber ich weiß trotzdem nicht, ob das damals deswegen so viel besser war... :rolleyes:
 
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PS: startest du nen eigenen Thread, polarbear?

Titel, schlag ich mal vor: "Früher war alles besser"?

Also ich würd den cool finden! :)
 
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Aber Pünktlichkeit? Ich würd mal behaupten, das ist heute strenger als früher. Früher gab es das akademische Viertel, cum tempore. Heute? Wenn du 15 Min zu spät zum Vorstellungsgespräch kommst? Ich weiß nicht, ob dich der Personalchef da freundlich anlächelen würde...
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c.t./ cum tempore gibt es auch heute noch, als akademisches Relikt vergangener Zeiten sozusagen. Und entgegen deiner scheinbaren Vorstellung hat das nichts mit zu spaet kommen zu tun, sondern mit Puenktlichkeit. Der (akademische) Vorlesungsplan sieht naemlich keine Pausen zwischen den Vorlesungen vor. Vorlesung A geht von 9-10, Vorlesung B beginnt um 10, und zwar am anderen Ende des Gebaeudes. Deswegen beginnen die Veranstaltungen i.d.R. ct - eine Viertelstunde spaeter, als im Plan steht, weil sonst keiner puenktlich erscheinen koennte. Den Vorlesungsplan anzupassen und einfach 10.15 zu schreiben, widerstrebt dem akademischen Konservativismus
Wie es "frueher" war, kann ich nur anhand der letzten 25 Jahre, oder so, abschaetzen. Und in der Zeit haette ich nicht feststellen koennen, dass es in meinem Umfeld eine Veraenderung gegeben haette. Zu spaet zum Bewerbungsgespraech (oder Pruefung, oder...) zu kommen, war m.E. noch nie ein guter Schachzug.

(...snip...)
Natürlich wäre es respektvoller, die Frau des Arztes auch weiterhin als "Frau Doktor" anzusprechen als, neuerdings, nur als "Frau Müller"...
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Ich wuerde das nicht als respektvoll gegenueber der "Frau Doktor" empfinden, deren einzige Leistung es war, den Traeger eines akademischen Grades geheiratet zu haben.
Dagegen finde ich die Anrede als disrespektvoll gegenueber den Leuten, die tatsaechlich promoviert, sprich, Arbeit und Leistung investiert, und sich dadurch den Doktorgrad erworben haben (unabhaengig vom Geschlecht).

"Frueher war alles besser" ist einfache Psychologie - wir neigen eher dazu, Unangenehmes zu vergessen/ verdraengen und uns an Angenehmes zu erinnern. Die einen mehr, die anderen weniger. Also war frueher alles besser, jedenfalls auf individueller Erinnerungsbasis, fuer die meisten Leute.
 
Früher war alles besser...

nein, war es nicht! Aber es gab Sachen die waren gut. Und wären es auch noch heute, wenn man die Finger davon gelassen hatte.

Zitat:
Jochen Malmsheimer (You Tube)

Früher war vieles früher. Der September war schon im April!
 
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"Frueher war alles besser" ist einfache Psychologie - wir neigen eher dazu, Unangenehmes zu vergessen/ verdraengen und uns an Angenehmes zu erinnern. Die einen mehr, die anderen weniger. Also war frueher alles besser, jedenfalls auf individueller Erinnerungsbasis, fuer die meisten Leute.

Früher war auch die Zukunft besser :D

Was sollen wir tun? Fast alles was in Star Trak an Haushaltsartikeln erschaffen wurde gibt es heute schon mit mehr Leistung. Worauf sollen wir uns da noch freuen, außer auf Sex mit Aliens.
 
Programmieren geht bei Star Trek deutlich einfacher. :D

Anstatt z.B. neue Funktionen selbst mit 100% korrekter Syntax zu coden, sagt man nur noch "Computer - bitte dem Forum eine neue Suchfunktion hinzufügen und dazu einen entsprechenden Hinweis auf der Hauptseite platzieren."

"Billiblieb"




*fertig ist die Choose*
 
@pb57

Wir können hier gerne konstruktiv
über Moralphilosophie diskutieren,
bzw. die Quintessenz des allgemeinen
Werteverfalls erörtern, btw: Es bringt
dir nichts und mir erst recht nichts.

Ohne jetzt herablassend klingen zu wollen:
Stell dir vor die Galaxie hat einen strahlenden
Mittelpunkt, das ist da wo Rosi sitzt und du
wohnst in einem lichtarmen Seitenarm
der Milchstraße.

Thanks.
Das ist eine wunderbare und treffende Analogie.
Anmerkung: "PB57s" Posting richtete sich an "Kimber22")

lg
"Rosi" (Johannes)
 
Last edited:
Nun, dass ich von einer gewissen Art von Diskussionskultur nichts halte, das muss ich Gott sei Dank nicht mehr erklären. Das haben mir auch schon junge, neue, motivierte Leute gesagt, dass ich mit der Ansicht nicht ganz so weit weg bin, von dem, was im Netz Usus ist: Nämlich, dass sich mit Aussagen wie "Du blöder Arsch-Wixer, was du schreibst, is doch nur Scheißdreck" i.d.R. nicht besonders positiv auf ein Forum auswirken - vor allem, wenn dann andere beispringen und ihrerseits schreiben, dass permanente Beschimpfungen doch "Policy" des Forums seien... Deteils zu ebendiesem bzw. meinen weiteren Ansichten sind hier nachzulesen.
[might be edited soon]

--

Zu Thilo Sarrazin:
Das fand ich ziemlich schade, dass der Thread so schnell zu Ende ging. Vllt. auch nicht ganz ohne mein Zutun: Was ich mich da geritten hat, dass ich von Thilo auf den Punkt Pünktlichkeit gekommen bin, weiß ich eigentlich heute noch nicht... ;-)

Was ich cool find ist, dass er ein paar Punkte einfach mal zur Sprache bringt, und zwar a) klar, b) deutlich, c) okay, überzeichnet, und d) letzlich «kaufbar». Un das ist, was das Eindrücklichste ist: Millionen Leute haben Geld dafür ausgegeben, das zu lesen, was der Schreibt. Kann man stehen zu, wie man will, aber wenn ein Buch millionenmal verkauft wird, kann man nicht mehr sagen, das ist alles Blödsinn, was der schreibt...

Ich meine: Die Statistiken, auf die er sich bezieht, die werden schon stimmen. Ich geb's mal zu, ich hab's nicht gelesen ;-) Aber bei einem studierten Spitzen-Banker kann man schon davon ausgehen, dass der in der Lage ist, das verfügbare Zahlenwerk originalgetreu wiederzugeben. Was wird er genommen haben? Die Zahlen von ÖSTAT und die aus Wiesbaden. Die sind alle frei abrufbar... Ich hab mich da mal durchgearbeitet für einen Artikel über Frauen in Führungspositionen. Das ist zig-seitenweise Zahlensalat... ;-)

Was natürlich nicht stimmt, das sind gewisse Schlussfolgerungen von ihm... Ich hätt jetz ein echt typisches Beispiel auf Lager, aber ich lass den Post mal an dieser Stelle. Hoff, er geht weiter! ;)
 
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