Thilo Sarrazin

Politik besteht größtenteils aus Kompromissen und die Regierung ist leider auch immer ein wenig dem Willen der Wirtschaft und der Banken ausgeliefert.
Hartz 4-Empfänger und Leute die in Zeitarbeitsfirmen arbeiten sind die Verlierer dieser Entscheidungen.
Hätte ich die Wahl würde ich auch lieber in den 70ern oder 80ern arbeiten wollen. Damals war die Arbeit vielleicht etwas härter aufgrund des Fehlens heutiger Hilfsmittel aber trotzdem besser. Die Firmen machten gute Gewinne und das spiegelte sich auch im Verdienst der Mitarbeiter wieder. Die wenigsten gelernten Arbeiter mussten um ihre Stellen bangen. Die Chefs waren noch mit ihrer Firma verbunden und keine Söldner-Manager. Gewerkschaften hatten noch Macht und konnten einen fairen Tarifkampf führen.
Heute haben sich die Umstände extrem geändert. In Deutschland liegt einiges im argen, aber andere Länder sind weitaus schlimmer dran.
 
Sarrazin hat sich außerhalb seiner Buchveröffentlichungen nie für etwas eingesetzt??

Sorry. Das ist ein Allgemeinplatz a la: "Politiker wirtschaften eh nur in ihre eigene Tasche."

Sarrazins politische Vita widerlegt deine Aussage:

--Er war nach seinem Studium Assistent für Industrie-und Verkehrspolitik
--Er war jahrelang im öffentlichen Dienst des Bundes tätig (Inneres und Finanzen)
--Er vertrat 3 Jahre lang die Interessen der BRD beim IWF in Washington-
--Er gehörte zum Stab von Finanzminister Waigel bei der Konstruktion des Euro und des Maastricht-Vertrages
--Er hatte führende Positionen bei der Treuhandanstalt und bei der Deutschen Bahn.

Diese Liste ist keineswegs vollständig.

Das soll erst einmal einer nachmachen!

Angesichts einer solchen beruflichen Vita ist es sehr gewagt, zu behaupten, Sarrazin hätte sich außerhalb seiner Buchveröffentlichungen nie für etwas anderes eingesetzt.

Er war Berufsbeamter. Immer abgesichert und eigentlich auf total langweiligen Positionen. Klar, diese Arbeiten mussten gemacht werden, aber dass muss die Arbeit eines Vorarbeiters bei der Müllentsorgung auch, trotzdem ist nichts davon wirklich eine Tätigkeit die Akzente setzt.
Das hat er erst mit seinem Buch gemacht und auch damit ist er erst richtig reich geworden, während er davor eben nur ein unscheinbarer Schreibtischtäter war.
 
@KrystanX

Er war Berufsbeamter. Immer abgesichert und eigentlich auf total langweiligen Positionen. Klar, diese Arbeiten mussten gemacht werden, aber dass muss die Arbeit eines Vorarbeiters bei der Müllentsorgung auch, trotzdem ist nichts davon wirklich eine Tätigkeit die Akzente setzt.
Das hat er erst mit seinem Buch gemacht und auch damit ist er erst richtig reich geworden, während er davor eben nur ein unscheinbarer Schreibtischtäter war.

Verzeihung, aber das sind die üblichen Vorurteile gegen Beamte.

Der Begriff Schreibtischtäter ist problematisch.
Adolf Eichmann war ein Schreibtischtäter.

Solche Positionen, die TS hatte, muss man erst einmal bekommen. Und dafür muss man etwas können.
Seine Tätigkeit(en) haben keine Akzente gesetzt?
Das ist eine vermessene Aussage. Die Währungsunion mitzugestalten, das macht man sicher nicht mit links.
Was Reichtum betrifft: Das ist immer relativ. Und wohlhabend war er schon vorher.
Wegen des Geldes hätte er sein Buch nicht schreiben müssen.
Dass TS mit seinem Buch reich wurde, ist nicht verboten.
Der Müllmann setzt mit seiner Tätigkeit keine Akzente?
Auch eine gewagte Behauptung. Würde der Müll in diesem Land auch nur 2 Wochen nicht geleert, na dann...

Ich denke, wir führen viele notwendige Diskussionen in diesem Land zu spät, und dann auch noch auf die falsche Weise. Mit Empörungsreflexen. Wir werten schnell moralisch; von wegen TS hätte auf die primitiven Instinkte der Menschen gesetzt, etc.
Die Probleme, die er anspricht, gibt es.
Man muß nur mal nach Berlin- Neukölln gehen oder nach Duisburg-Marxloh. Da kann man sehen, was eine Integrationpolitik anrichtet, die jahrzehntelang nicht stattgefunden hat.
Aber den Überbringer schlechter Nachrichten zu steinigen, weil er nicht so recht in die deutsche Multikultiromantiklandschaft passt, ist ja auch einfacher.
Wohlgemerkt: Ich bin mit vielem, was TS sagt, nicht einverstanden. Aber der mediale Umgang mit ihm war nicht okay.
 
Last edited:
Verzeihung, aber das sind die üblichen Vorurteile gegen Beamte.

Der Begriff Schreibtischtäter ist problematisch.
Adolf Eichmann war ein Schreibtischtäter.

Solche Positionen, die TS hatte, muss man erst einmal bekommen. Und dafür muss man etwas können.
Seine Tätigkeit(en) haben keine Akzente gesetzt?
Das ist eine vermessene Aussage. Die Währungsunion mitzugestalten, das macht man sicher nicht mit links.
Was Reichtum betrifft: Das ist immer relativ. Und wohlhabend war er schon vorher.
Wegen des Geldes hätte er sein Buch nicht schreiben müssen.
Dass TS mit seinem Buch reich wurde, ist nicht verboten.
Der Müllmann setzt mit seiner Tätigkeit keine Akzente?
Auch eine gewagte Behauptung. Würde der Müll in diesem Land auch nur 2 Wochen nicht geleert, na dann...

Ich denke, wir führen viele notwendige Diskussionen in diesem Land zu spät, und dann auch noch auf die falsche Weise. Mit Empörungsreflexen. Wir werten schnell moralisch; von wegen TS hätte auf die primitiven Instinkte der Menschen gesetzt, etc.
Die Probleme, die er anspricht, gibt es.
Man muß nur mal nach Berlin- Neukölln gehen oder nach Duisburg-Marxloh. Da kann man sehen, was eine Integrationpolitik anrichtet, die jahrzehntelang nicht stattgefunden hat.
Aber den Überbringer schlechter Nachrichten zu steinigen, weil er nicht so recht in die deutsche Multikultiromantiklandschaft passt, ist ja auch einfacher.
Wohlgemerkt: Ich bin mit vielem, was TS sagt, nicht einverstanden. Aber der mediale Umgang mit ihm war nicht okay.

Für Thilo Sarrazin ist das Problem halt, dass er tief im Dreck gewühlt und nun halt verdammt viel Dreck an sein seiner Weste hängen geblieben ist. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Die Probleme die er angesprochen hat sind zwar vorhanden, aber natürlich polemisch überzogen. Dies hat für Aufsehen gesorgt, aber er muss sich jetzt eben nicht über den Gegenwind wundern, denn viele seiner Thesen sind ähnlich wie bei einer Alice Schwarzer maßlos überzogen und werden der Realität nicht gerecht.

Thilo Sarrazin ist eben auch nur ein Mensch mit Licht und Schatten.
 
Für Thilo Sarrazin ist das Problem halt, dass er tief im Dreck gewühlt und nun halt verdammt viel Dreck an sein seiner Weste hängen geblieben ist.

Also so tief hat Thilo Sarrazin gar nicht im Dreck gewühlt. Er hat einfach nur ein paar Statistiken ausgegraben, die seitens der politischen Allgemeinheit nicht gerne gesehen werden. Weil zB dass Akademiker durchschnittlich weniger Kinder bekommen als Arbeiter, ist quer durch Europa in allen Statistiken zu finden. Und dass die Anzahl Kinder-pro-Frau entlang des Bildungsgrades nach oben hin abnimmt, ist auch alles andere als neu. Das Problem ist eher, dass diese Erkenntnisse in D und Ö seit Jahrzehnten weg- und kleingeredet werden...
 
Und hat Herr Sarrazin eine Lösung für dieses Problem gefunden?
Schlaue Leute poppt ein wenig mehr, für Deutschland!!!

Dabei ist das was einen Menschen schlau macht doch noch nicht einmal genau definiert. Zu welchen Teilen hängt es denn von seiner Geburt und dem IQ ab und zu welchem Teil an Bildung und Förderung?

Angenommen im Dschungel von Peru sitzt ein Kind mit einem IQ von 150, so wird das sehr wenig daraus machen können, weil es keinen Zugang zu Bildung hat.
Ein Kind mit einem IQ von 90 mit Zugang zu Bildung und einer guten Förderung wird ihm früher oder später geistig überlegen sein.

Natürlich haben Kinder von "bildungsfernen Familien" einen Nachteil. Den können sie mit steigendem Alter aber ausgleichen, da in Deutschland der Zugang zu Bildung noch relativ leicht ist.
 
Und hat Herr Sarrazin eine Lösung für dieses Problem gefunden?
Schlaue Leute poppt ein wenig mehr, für Deutschland!!!

Nein, aber das wollte er auch gar nicht. Er wollte Denk-Anstöße geben. Die Kinder-Rate zB lässt sich durchaus erhöhen. So ist sie in Frankreich zB in nur 10 Jahren oder so von 1,4/Frau auf 2,1 gestiegen. Und das ist verdammt viel! In Skandinavien haben sie tlw. eine Kinderbetreuungs-Quote von 100%. (d.h. dass von den Kindern von 3-12 ausnahmslos alle eine staatlich bezahlte Betreuungskraft haben. Also: Es gibt alle diese Konzepte. Nur eben nicht in D...

;)
 
Ich hatte die Hauptaussage: "Dumme Menschen vermehren sich in Deutschland mehr als Akademiker!"
rausgelesen. Darauf bezog sich meine Antwort.

In Deutschland wurde doch gerade das Gesetz verabschiedet, daß jedes Kind ein Recht auf einen KITA-Platz hat, wenn ich nicht irre.
Skandinavische Länder eigen sich als "Vergleichsland" für Deutschland aus meiner Sicht sehr wenig.
Norwegen z.B. hat ganz andere Voraussetzungen um eine völlig andere Sozialpolitik zu betreiben.
Alleine schon der Unterschied zwischen Bevölkerungsanzahl, Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und Staatseinnahmen ist immens und mit Deutschland nicht zu vergleichen.

Frankreich wäre schon eher ein Vergleichsland. Mag sein, daß die uns da etwas voraus sind. Vielleicht erzielen die Kita-Plätze in 5-6 Jahren auch Erfolge.
Aber ich befürchte es auch ein wenig mit der Gesamtsituation in Deutschland zu tun. Wenn die Eltern nur unsichere Arbeitsplätze z.B. in Leiharbeiterfirmen haben, überlegt man sich zwei mal ob man Kinder haben möchte. Da spielen also viele Faktoren eine Rolle.
 
Familie oder Karriere. Das ist eine persönliche Entscheidung. Aber daraus den Untergang des Abendlandes abzuleiten ist hirnrissig. Wenn wir uns die Geschichte anschauen, wissen wir, dass große Köpfe oft große oder noch größere Schüler hatten. Aber selten hatten große Denker ebenso bedeutende Kinder.
Der Denkansatz ist also falsch.
Wie schon gesagt. Erziehung und Förderung sind die entscheiden Parameter. Mit diesen Komponenten könnte man aus vielen Menschen Akademiker machen, sofern dies wirklich ein "Status" ist. Inzwischen werden Akademikergrade ja nach geworfen wie Restposten bei Aldi. Wer Geld hat, kann sich an einer privaten Uni auch mit einem Hauptschulabschluss+ Lehre einen Hochschulabschluss holen, der seinem Wissensstand entspricht. Aber dass ist wieder ein anderes Thema.

Um auf den Punkt Karriere oder Kinder zurück zu kommen. Das Problem wird sich nicht lösen lassen, denn auch ohne Karriere bedeutet ein Kind vorallem eines: Einen nichtbezahlten Zweitjob, der kaum Anerkennung und 20 Jahre Rufbereitschaft mit sich bringt.
KITA oder so sind nett. Aber erstens müssen die Eltern in den meisten Bundesländern dafür ebenfalls tief in die Tasche greifen, sprich der Frau bleibt, wenn sie keinen gutbezahlten Job hat nicht viel mehr übrig, als wenn sie sich selbst um das Kind kümmern würde.
Außerdem sind viele Kinder auf krank und was dann? Welcher Arbeitgeber will einen so unzuverlässigen Mitarbeiter in einer verantwortungsvollen Postion. Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis viele Mütter, die so abgeschoben wurden oder gar keinen Job fanden, oder aus der Firma gemobbt wurden .... also sein wir mal realitäts nah. Das Problem mit den Kindern ist, dass es dem Kapitalismus/Lebensgefühl der Gesellschaft nicht entspricht. Das hat nichts mit Zuwandern zu tun, denn bei Mirgantenfamilien stellt sich dieses Schema laut Statistik spätestens nach 20 Jahren ebenfalls ein. In Deutschland geborene Frauen türkischer Herkunft haben auch nur 1,7 Kinder im Durchschnitt. Damit werden die kaum das Land erobern :D
 
Ganz von der Hand zu weisen ist allerdings nicht, daß sozial schwache Familien oft sehr kinderreich sind. Wenn man keine Befürchtungen haben muss seinen Job zu verlieren, weil man keinen hat, kann man mit der Familienplanung ganz flexibel umgehen. Wobei ich da nicht alle sozial schwachen Familien über einen Kamm scheren will.

Aber wer sagt denn, das aus diesen "Asi-Familien" wie sie oft genannt werden, kein Nobelpreisträger hervorgehen kann?
Diese Kinder haben es natürlich schwerer, wenn ihnen die Eltern nicht bei ihrem schulischen Weg helfen können, aber wenn sie sich genügend anstrengen, haben auch sie gute Chancen.
Bildung ist in Deutschland ja glücklicherweise kostenlos oder zumindest noch erschwinglich (Studiengebühren).
 
Ganz von der Hand zu weisen ist allerdings nicht, daß sozial schwache Familien oft sehr kinderreich sind. Wenn man keine Befürchtungen haben muss seinen Job zu verlieren, weil man keinen hat, kann man mit der Familienplanung ganz flexibel umgehen. Wobei ich da nicht alle sozial schwachen Familien über einen Kamm scheren will.

Aber wer sagt denn, das aus diesen "Asi-Familien" wie sie oft genannt werden, kein Nobelpreisträger hervorgehen kann?
Diese Kinder haben es natürlich schwerer, wenn ihnen die Eltern nicht bei ihrem schulischen Weg helfen können, aber wenn sie sich genügend anstrengen, haben auch sie gute Chancen.
Bildung ist in Deutschland ja glücklicherweise kostenlos oder zumindest noch erschwinglich (Studiengebühren).

Das ist aber jetzt abseits von RTL2 Dokus eine Henne/Ei-Frage.

Wenn z.B. 2 Erwachsene, als normale Angestellte je netto 1200 verdienen, sind das 2400 Euro. Davon kann man ganz gut leben. Urlaub, Auto ... alles kein Problem. Kein Luxusleben, aber doch ganz in Ordnung.

Wenn diese Paar 3 Kinder hat, kann ein Partner in der Regel nicht mehr Arbeiten Zumindest für ca. 10 Jahre. Sprich das Einkommen halbiert sich fast, während die Ausgabe steigen.
Die Familie gehört damit praktisch zu den sozial schwachen Familien.

Nimmt man als Beispiel jedoch Akademiker, so haben die meisten ihren Abschluss erst mit ca. 28. Jetzt fangen sie erst mal an, Geld zu verdienen und stellen die Familienplanung erst mal nach hinten. Rasch bemerken sie durch den Kontakt Bekannten mit Kindern, dass sie den Wohlstand/Lebensqualität, den sie durch ihre Arbeit haben, mit einem Kind geschmälert wird. Also wollen sie erst mal "Leben" und ihr Geld genießen. Plötzlich sind sie 40+ und die Bio Uhr fangt an zu ticken. Für ein Kind ist vielleicht noch Zeit, aber mehr? Wohl eher nicht.

Natürlich gibt es immer ausnahmen. Nur ist es einfach die Realität das Selbstverwirklichung und Egoismus oft dem Kinderwunsch Entgegen wirkt. Das kann der Staat aber nicht lösen.

Im übrigen gibt es viele Beispiele, dass Selbstverwirklichung auch in die andere Richtung gehen kann. Horst Seehofer(CSU Chef) z.B. hat 4 Kinder mit 2 Frauen. Er kann sich das aber halt auch leisten.
 
Im übrigen gibt es viele Beispiele, dass Selbstverwirklichung auch in die andere Richtung gehen kann. Horst Seehofer(CSU Chef) z.B. hat 4 Kinder mit 2 Frauen. Er kann sich das aber halt auch leisten.

autsch, jetzt muss ich grad mal ein sau-cooles Beispiel aus Österreich bringen, einer der fetzigsten Artikel, die ich dazu je gefunden hab. Das ist Michael Prüller, ehemaliger Chefredakteur der "Presse", aktuell Pressesprecher der Erzdiözese Wien. Titel: "Alle acht Kinder mit der selben Frau". http://diepresse.com/home/meinung/debatte/1345617/Alle-acht-Kinder-mit-derselben-Frau
--

Zu Thilo: Mein Punkt hier ist hier eigentlich nur: Nur, weil einer in gewissen Punkten Unsinn, zugespitzt oder polemisch schreibt, heißt das nicht, dass sein Ding in Bausch und Bogen Unsinn ist. Der Titel "Deutschland schafft sich ab" hat sicherlich maßgeblich dazu beigetragen, dass das ein Bestseller geworden ist. Man hätte das Buch auch "Statistische Analysen zu Deutschland und Migration" nennen können ;) :D

Dass Thilo das ganze mit dem Thema Ausländer (bzw. darunter dann wieder Islamisierung) vermischt, ist dann natürlich wieder eine andere Sache. Ich kann das nur in Bezug auf Österreich sagen: Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ein Österreicher einen Ungarn "Ausländer" schimpft. :rolleyes: Da kann man ihn (oder sie, gibbet inzw. jede Menge weibliche Rechte, darf man nicht vergessen....) eigentlich nur fragen, auf welcher Schule er war. Ja? :cool: k.u.k.-Monarchie? Wir waren einmal ein Land... ;)


Familie oder Karriere... ja, das ist der nächste Punkt.... Aber den schreib ich ein andermal ;)
 
Last edited:
Wie bereits geschrieben ging es mir persönlich auch gar nicht, um den ganzen Inhalt des Buches von T.S. , vielmehr um die reißerische Verkaufsstrategie mit diesen Schlagwörtern, die eine bestimmte Käufergruppe anlocken sollten.
Wer es offenbar nötig hat mit dem "Judengen" zu argumentieren, bei dem will ich den Rest auch gar nicht lesen. Die NPD mag ja auch eine nette Umweltpolitik haben, aber das ist für niemanden von Interesse.
Ausserdem sind seine Quellen zweifelhaft, falsch oder veraltet. Das wäre so, als würde ich meine Thesen darauf stützen, daß die Welt eine Scheibe ist. Alles was auf diesen Grundlagen beruht kann wissenschaftlich auch nicht ernst genommen werden, selbst wenn es durch Zufall stimmt.

@KrystanX:
Ja, an dieser These ist etwas dran. Stimmt so aus meiner Sicht.
 
autsch, jetzt muss ich grad mal ein sau-cooles Beispiel aus Österreich bringen, einer der fetzigsten Artikel, die ich dazu je gefunden hab. Das ist Michael Prüller, ehemaliger Chefredakteur der "Presse", aktuell Pressesprecher der Erzdiözese Wien. Titel: "Alle acht Kinder mit der selben Frau". http://diepresse.com/home/meinung/debatte/1345617/Alle-acht-Kinder-mit-derselben-Frau
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Zu Thilo: Mein Punkt hier ist hier eigentlich nur: Nur, weil einer in gewissen Punkten Unsinn, zugespitzt oder polemisch schreibt, heißt das nicht, dass sein Ding in Bausch und Bogen Unsinn ist. Der Titel "Deutschland schafft sich ab" hat sicherlich maßgeblich dazu beigetragen, dass das ein Bestseller geworden ist. Man hätte das Buch auch "Statistische Analysen zu Deutschland und Migration" nennen können ;) :D

Dass Thilo das ganze mit dem Thema Ausländer (bzw. darunter dann wieder Islamisierung) vermischt, ist dann natürlich wieder eine andere Sache. Ich kann das nur in Bezug auf Österreich sagen: Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ein Österreicher einen Ungarn "Ausländer" schimpft. :rolleyes: Da kann man ihn (oder sie, gibbet inzw. jede Menge weibliche Rechte, darf man nicht vergessen....) eigentlich nur fragen, auf welcher Schule er war. Ja? :cool: k.u.k.-Monarchie? Wir waren einmal ein Land... ;)


Familie oder Karriere... ja, das ist der nächste Punkt.... Aber den schreib ich ein andermal ;)

Das Thema ist in Österreich schon immer aktuell.
Vor 30 Jahren hat waren die Tschechen das Feindbild vor allem der Wiener, wobei die 2/3 der Österreicher selbst slawische Vorfahren haben und Čapek, Bobic, Tschinisch, usw. im Namen heißen.
Eine österreichische Schriftstellerin brachte es mal auf den Punkt: "Der, der als vorletztes rein kam, macht die Tür hinter sich zu und schreit: Wir sind voll!"
In Österreich gibt es eigentlich für jedes Osteuropäische Volk einen beleidigenden Eigennamen, der in der alltäglichen Sprache gebraucht wird.
 
... wobei die 2/3 der Österreicher selbst slawische Vorfahren haben und Čapek, Bobic, Tschinisch, usw. im Namen heißen. Eine österreichische Schriftstellerin brachte es mal auf den Punkt: "Der, der als vorletztes rein kam, macht die Tür hinter sich zu und schreit: Wir sind voll!" In Österreich gibt es eigentlich für jedes Osteuropäische Volk einen beleidigenden Eigennamen, der in der alltäglichen Sprache gebraucht wird.

Und du vergisst dabei, dass die Serben unseren Thronfolger umgebracht haben, Franz Ferdinand. In Sarajevo. Das war der Auslöser des Ersten Weltkriegs ;) Aber zu den österr. Eigennamen, da fällt mir gerade ein Bild ein, das heute in der Zeitung war, zur EU-Wahl, aber das passt trotzdem: Titel: Kommt die rechte Hund und Katz Allianz?pammersberger, 29.5.2014 ;)
 
Und du vergisst dabei, dass die Serben unseren Thronfolger umgebracht haben, Franz Ferdinand. In Sarajevo. Das war der Auslöser des Ersten Weltkriegs ;) Aber zu den österr. Eigennamen, da fällt mir gerade ein Bild ein, das heute in der Zeitung war, zur EU-Wahl, aber das passt trotzdem: Titel: Kommt die rechte Hund und Katz Allianz?pammersberger, 29.5.2014 ;)

Die Schimpfwort betreffen aber primär ehemalige K&K Volksgruppen :)

Was den ersten Weltkrieg angeht. Dieser Krieg wäre gekommen. Ohne Sarajevo hätte es vielleicht bis 1915 oder 1916 gedauert.

Das ist der größte Unterschied zu heute. Wir haben heute auch ganz viele Idioten die Benzinkanisterpolitik betreiben, aber es gibt keinen Kriegswillen in der Bevölkerung. Mit ausnahme der Amis gibts eigentlich keine größere Nation auf der Erde, die Dauergeil auf Krieg ist. Und die Amis sind nur deswegen Geil darauf, weil sie ihn ja nicht im eigenen Land ausfechten mussten. Wenn die Wunden des Bürgerkriegs nicht 150 Jahre zurückliegen würden, wäre die Begeisterung dort sicher auch geringer.
 
@Srarrazin...

... und seine Statiskiken

Leute, man kann diese Diskussion abkürzen.
Sarrazin wurde längst empirisch widerlegt.
Naika Foroutan: "Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand. Ein empirischer Gegenentwurf."

Dieses Buch war auf dem deutschen Markt leider so erfolglos, dass es inzwischen nicht mehr erhältlich ist.
Liegt wohl daran, dass es im Gegensatz zu Sarrazin wissenschaftlich fundiert ist....

Im Netz ist die wissenschaftliche Widerlegung Sarrazins weiterhin frei verfügbar.
Einfach mal anklicken und lesen....
 
Die Schimpfwort betreffen aber primär ehemalige K&K Volksgruppen :)

Was den ersten Weltkrieg angeht. Dieser Krieg wäre gekommen. Ohne Sarajevo hätte es vielleicht bis 1915 oder 1916 gedauert.

Das ist der größte Unterschied zu heute. Wir haben heute auch ganz viele Idioten die Benzinkanisterpolitik betreiben, aber es gibt keinen Kriegswillen in der Bevölkerung. Mit ausnahme der Amis gibts eigentlich keine größere Nation auf der Erde, die Dauergeil auf Krieg ist. Und die Amis sind nur deswegen Geil darauf, weil sie ihn ja nicht im eigenen Land ausfechten mussten. Wenn die Wunden des Bürgerkriegs nicht 150 Jahre zurückliegen würden, wäre die Begeisterung dort sicher auch geringer.
Das die Amis so gerne Krieg führen hängt mit dem geringen Bildungsniveau
und dem militärisch-industriellen Komplex zusammen: Raytheon und Co.
lassen grüßen.
 
Vielleicht haben "die Amis" neben diesem Aspekt ("...nicht im eigenen Land ausfechten...") auch einfach ein anderes Selbstverständnis bei dieser Thematik, da sie nunmal Flugzeugträger, modernste Waffentechnologien, etc. haben.
 
Nee, glaub ich gar nicht. Flugzeugträger haben wir genau so, die Charles de Gaulle, die Queen Elizabeth... Nein, ich glaube eher, es liegt daran, dass die Amis noch nie einen Krieg auf eigenem Boden geführt haben... Und die 1860er-Geschichte wird in den Schulbüchern ja auch nicht als das größte Massaker unter amerikanischen Bürgern erzählt, sondern stattdessen auf das patriotischste mit "Robert E. Lee", "Jefferson Davis" und nicht zuletzt: "Abe Lincoln"...

Raytheon und Co. lassen grüßen.
Aber mit EADS/Airbus, KMW Krauss-Maffei_Wegmann, BAE-Systems müssen wir uns nicht vor den Amis ansehen... nicht zu vergessen Steyr und unsere Glock, auf die weltweit die Spezialeinheiten schwören... nein, die besten Waffen kommen immer noch aus Europa. :cool: ;)
 
Last edited:
Vielleicht haben "die Amis" neben diesem Aspekt ("...nicht im eigenen Land ausfechten...") auch einfach ein anderes Selbstverständnis bei dieser Thematik, da sie nunmal Flugzeugträger, modernste Waffentechnologien, etc. haben.

Das ist natürlich auch ein Aspekt,
andererseits verschlingt diese Haltung
jedes Jahr Milliardensummen, Geld das
die Amis woanders dringender bräuchten.
 
Das ist natürlich auch ein Aspekt,
andererseits verschlingt diese Haltung
jedes Jahr Milliardensummen, Geld das
die Amis woanders dringender bräuchten.

Auf der anderen Seite sind wird aber auch nicht ganz unfroh, dass die Amis dieses Geld investieren. Oder wer ist im Yugoslawien-Krieg geflogen? Srebrenica? Die Franzosen, die Briten, die Deutschen? Wir mit unseren fünf flugtüchtigen Saab-Draken damals? Wer ist in Lybien geflogen?

Ehre, wem Ehre gebührt. Bei Kritik, wem Kritik gebührt. ;)
 
@pb57

Das die Amis so gerne Krieg führen hängt mit dem geringen Bildungsniveau
und dem militärisch-industriellen Komplex zusammen: Raytheon und Co.
lassen grüßen.

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Wird das eine Spaßveranstaltung?
Gut.
Dann einigen wir uns in bestem deutschen Antiamerikanismus der letzten 30 Jahre auf: Die Amis sind an allem schuld.
Man kann diese Thematik allerdings auch ernsthaft geostrategisch diskutieren.
 
Dann einigen wir uns in bestem deutschen Antiamerikanismus der letzten 30 Jahre auf: Die Amis sind an allem schuld. Man kann diese Thematik allerdings auch ernsthaft geostrategisch diskutieren.

dann sag mal was ernsthaft Geostrategisches dazu?

Dein letztes Statement war, dass Thilo Sarrazins Aussagen widerlegt seien...
 
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