Islamic State

Hier einen Link dazu: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-09/islamisten-mansour-rueckkehrer --> » Seine Inhalte hat der IS nicht neu erfunden: Sie sind im Mainstream-Islam, den viele Muslime in Deutschland praktizieren, angelegt. «

Im Übrigen würde ich die Tatsache, dass es der muslimischen Welt in über 1.200 Jahren nicht geglückt ist, eine einheitliche Übersetzung des Korans anzufertigen, nicht unbedingt als großen Pluspunkt anführen... Die Juden und Christen hatten da weit weniger Probleme, die Gesetze Mose bzw. die Lehre Jesu Christi niederzuschreiben. Das wird wohl seinen Grund haben.
 
@Sniper 100:

Ich hatte auf ein Beispiel gehofft, daß etwas jüngeren Datums ist oder zumindest nach meiner Geburt stattgefunden hat. Aber gut, ich habe mal ein wenig nachgelesen.
Bei dem von dir genannten Radikalerlass hat die demokratisch vom Volk gewählte Regierung erlassen, daß Bewerber für das Beamtentum und öffentlich Posten überprüft werden, ob sie Mitglied einer verfassungsfeindlichen Vereinigung sind. Im Einzelfall sollte dann entschieden werden, ob sie dadurch für ihre Anstellung ungeeignet sind. So zumindest habe ich das Verstanden.
Damals gab es die RAF und man befürchtete eine Unterwanderung durch radikale Vereinigungen.

Die DKP wollte Deutschland zum Kommunismus führen, das ist das Gegenteil einer Demokratie und damit verfassungsfeindlich, da sie das bestehende Politische System stürzen will.
Da erscheint mir das Vorgehen aus damaliger Sicht und Situation sinnvoll und hat nichts mit der Schaffung von eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Bereich der Gesetzgebung zu tun.
Ich sehe da überhaupt keinen Zusammenhang.
Es wäre nett wenn du den Zusammenhang den du siehst erklären würdest. Vielleicht auch mit mehr als einem Satz...
 
@kimber
Selbstverwaltungszone, Ghetto, Reservat - wie auch immer du das Kind nennen wolltest, es ist nicht mit dem GG oder den Prinzipien einer freiheitlich- demokratischen Gesellschaft vereinbar.
Das fängt mit so Kleinkram an, wie was mit Kindern und Kindeserziehung geschieht. Unterliegt das dann dem Staatsrecht oder dem Selbstverwaltungsrecht? Was wenn das Kind später mal entscheidet, es will nicht nach muslimischem Recht in der Selbstverwaltung leben? Sagen wir mal, so mit 14, 15, also Minderjährig? Oder mit der Frau oder Tochter, die nach der jeweiligen Interpretation der Sharia unter der Fuchtel von irgendwem männlichen lebt? Es ist ja nicht so, daß Frauen aus entsprechenden muslimischen Familien es heute einfach haben, auszubrechen.
Oder nach welchem Recht willst du Urteilen, wenn ein Christ die verheiratete Frau eines solchen Muslim vögelt? Vielleicht noch in ihrem eigenen Heim? Der Muslim würde mit recht verlangen, daß die Sharia angewandt wird, der Christ mit gleichem Recht das deutsche Recht.

Dazu kommt die Kleinigkeit von so Dingen wie "jeder ist vor dem Gesetz gleich". Das dies nicht immer vollständig passiert, ist kein Argument dagegen, sondern nur ein Argument dafür, wachsam zu sein.
Der Radikalenerlass (von Sniper angeführt) per se ist auch kein Argument - er betraf (theoretisch) jeden (potentiellen) Beamten gleichermaßen, und machte keine Unterschiede bezüglich Religion, Geschlecht oder Hautfarbe.

zur Bibel/ Koran:
die meisten Christen haben die Bibel auch nicht gelesen. Und wie schon mehrfach angemerkt, da läßt, wird und wurde auch jeder Mögliche Mist mit begründet. Und zumindest in Ländern wie Deutschland steht es auch heute schon jedem Muslim frei, sich für eine andere (oder keine) Religion zu entscheiden. Völlig egal ob er den Koran gelesen hat oder nicht. Und das ist auch gut und richtig so.

"Falsch verstandener Islamismus" kommt mir wie eine doppelte Verneinung vor. Ich wünschte, es gäbe mehr Islamisten, die den Islamismus falsch verstehen. ;)

Und zu guter letzt: es gibt zwar eine "Einheitsübersetzung" der Bibel, aber genauso ein Haufen weiterer Übersetzungen (im deutschsprachigen Raum allein seit 2000 mindestens 15), die unterschiedliche Bücher integrieren und nicht von allen Kirchen anerkannte werden. Und das, obwohl die Christen deutlich mehr Zeit hatten, eine gemeinsame Linie auf die Reihe zu kriegen...
Das macht im Allgemeinen nur weniger Probleme, da die meisten Christen in Staaten leben, die ein säkulares Rechtsystem haben und die meisten Christen kein religiöses Allgemeinrecht mehr einfordern.
 
@Sniper 100:
[...] Es wäre nett wenn du den Zusammenhang den du siehst erklären würdest. Vielleicht auch mit mehr als einem Satz...
Nur soviel noch zu diesem Thema:

Willy Brandt, der damalige Bundeskanzler hat ihn in seiner
Biographie als einen der größten Fehler seines Lebens benannt.

Als einer von Vielen, die den heißen Herbst 1976 miterlebt
haben war klar, dass die RAF nur auf Grund des Radikalen-
Erlasses entstehen konnte, dass Ergebnis waren Raster-
Fahndungen, bzw. wurde dir schon mal bei einer normalen
Verkehrskontrolle die MP vor die Nase gehalten, ist das
noch Rechtsstaatlichkeit ?
 
Mag sein daß es ein politscher Fehler war, aber ein demokratisch von der Regierung begangener. er hat das ja nicht im Alleingang entschieden, sondern die gewählten Vertreter des Volkes.
Irgendwie muss ein Staat ja reagieren. Die Situation mit der RAF war völlig neu und die Angst vor dem "Russen" und dem Kommunismus allgegenwärtig. Der kalte Krieg in vollem Gange.

Wenn man damit rechnen muss einen bewaffneten Terroristen bei einer Kontrolle zu treffen erachte ich das als normal. Ein Rechtsstaat muss sich selber und seine Bürger schützen.

Du konntest mir aber immer noch nicht den Zusammenhang zwischen einem Staat mit Gesetzen für unterschiedlich Bevölkerungsgruppen und deinem Beispiel erklären.
Für mich vergleichst du Äpfel mit Melonen (nicht mal mit Birnen)!

Mag ja sein, daß du, aus welchem Grund auch immer, mit dem Staat nicht zufrieden bist. Aber die Dinge etwas sachlicher zu betrachten und nicht an Fehlern von vor 40 Jahren die heutige Regierung zu messen, könnte nicht schaden...

Nachtrag zum Thema RAF: Auch das ist von dir eine aus dem Nichts aufgestellte Behauptung.
Die RAF war mit dem politischen System nicht zufrieden. Das kann man vielleicht sogar mit der Wirtschaftskrise und der Macht der Banken und Wirtschaftsbosse heute vergleichen.
Ihr erster Protest war durchaus friedlich, wurde aber nicht vernommen/beachtet.
Dann haben sie zu Gewalt gegriffen und mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Später haben sie aber eingesehen, daß Gewalt auch nichts im positiven Sinn verändert hat.
Aus meiner Sicht kann man die Gründung der RAF und ihre Handlungsweise nicht auf ein einziges Ereignis beschränken, sondern auf ein Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren.
 
Last edited:
@Zenobit / @Sniper100

-- Betrifft: "Radikalenerlaß"

"Zenobit", ich habe diese Phase, den sogenannten "Deutschen Herbst" 1977, auch erlebt.
Das war sozusagen die Phase meines "Bewussten politischen Erwachens."
Man kann viele Überreaktionen wirklich nur aus der Zeit von damals verstehen.
Es war neu und ungewohnt für die BRD, dass sie sich einer terroristischen Bedrohung gegenüber sah-- und da hat sie in manchen Dingen überreagiert.
Ein Beispiel dafür ist der "Radikalenerlaß" von 1972
Hinter jedem Postboten, der mal in der DKP war, sah man nen potentiellen Terroristen.

-- Allgemein:
Der Rechtsstaat steht immer in dem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit. Absolute Sicherheit kann es in einer freiheitlichen Demokratie nicht geben.
Im Moment sehen wir uns ja wieder einer Bedrohung gegenüber: Radikale Islamisten, von denen viele irregeleitete deutsche Konvertiten sind.
Auch da sollten wir aufpassen, dass wir nicht alle ca. 4 Millionen Muslime, die bei uns leben unter Generalverdacht stellen und in Geiselhaft nehmen für einíge Tausend Spinner.

lg
"Rosi" (Johannes)
 
Last edited:
Das war zugegebenermaßen vor meiner Zeit und ich kann mich da auch nur schlau lesen. Da die Umstände, wie du schon schreibst, aber auch völlig andere waren, finde ich das Beispiel auch sehr unpassend, da es weder mit der heutigen Situation, noch mit der evtl. Zwei-Klassen-Gesellschaft der Moslems etwas zu tun hat.
Es ist schlichtweg ein völlig anderes Thema. Ich sehe da keinen Zusammenhang.
 
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen,
der wird am Ende beides verlieren.

Benjamin Franklin
 
:

Hi, Leuz! :) Also ich muss sagen, je mehr ich mir diese Sache durch den Kopf gehen lasse, desto mehr macht mir diese Überlegung Spaß! :)

Zunächst vllt das Wichtigste: @sniper100: Also bei deinem Gedanken, der mit dem "Reservat", da ist dir vllt. selbst nicht so genau klar, wie genial der eigentlich ist.... :) Auf der anderen Seite, bei paar Dingen, wo du schreibst, da find ich, schießt du ein bisschen über's Ziel hinaus. Da les ich paar Dinge heraus, mit denen ich nicht so recht d'Accord gehe....

Ich schreib weiter unten noch paar Sachen, hier nur mal die wesentlichsten Grund-Überlegungen, plus eine Sache, die mir wichtig ist, gleich hier klarzustellen. Das sind @zenobits Anmerkungen zu Staat, Gesetz und Bevölkerungsgruppen.

Du [an sniper100 gerichtet, Anm.]konntest mir aber immer noch nicht den Zusammenhang zwischen einem Staat mit Gesetzen für unterschiedlich Bevölkerungsgruppen und deinem Beispiel erklären.
Für mich vergleichst du Äpfel mit Melonen (nicht mal mit Birnen)!

Mag ja sein, daß du, aus welchem Grund auch immer, mit dem Staat nicht zufrieden bist. Aber die Dinge etwas sachlicher zu betrachten und nicht an Fehlern von vor 40 Jahren die heutige Regierung zu messen, könnte nicht schaden...

Das unterstreiche ich voll und ganz - den Gedanken Überlegung für Überlegung, Satz für Satz. Ich nehm mal den Punkt mit den unterschiedlichen rechtlichen Bestimmungen, das sag ich mal, ist "meiner", der Rest ist nicht mein Business.

--

Ich gehe darauf in einem späteren Post ein.

Für hier nur noch ein anderes Wesentliches, es geht hier ja immerhin um den Islamischen Staat .

Wenn ich mich irre, lasst es mich bitte wissen. Aber ich bin gerade auf der Suche nach Aussagen von den zwei großen islamischen Autoritäten, also von Professoren der Al-Azhar-Universität Kairo bzw. aus Teheran (zB Ayatollah Ali Khamenei)

Wo sind die?

Wo sind die permanenten Verurteilungen dessen, wo sind die akademischen Schriften, dass das, was der IS tut, mit dem Koran nicht vereinbar wäre? Wo ist das alles? Ich bitte um Links!
--


Also, wie schon oben gesagt, aus meiner Sicht ist das, was zwischen Mossul und Erbil passiert, inklusive aller Hand-Abhackereien, Kreuzigungen und Steinigungen - alles andere als ein falsch verstandener Islam ist. Im Gegenteil, ich bin der Ansicht, dass das der eigentlich reine Islam ist, den IS dort gerade in die Realität umsetzt - also, gewissermaßen, dass die IS gerade exakt das umsetzt, was seitens des Propheten als Gesetze für Muslime vorgegeben worden ist.

Wie schon gesagt: Wenn aus Ägypten, aus dem Iran, aus dem Irak, aus ... blahblah, - so wenige muslimische Herrscherhäuser auf der Welt gibt es ja auch wieder nicht - mir fehlen die unzähligen Zeitungsartikel, die doch alle zum Ausdruck bringen müssten, wie falsch die IS-Leute den Koran doch nicht verstehen würden...

Oder, die gleiche Geschichte mal wieder aus christlicher Perspektive erzählt: Wenn ein Irrer mit der Bibel in der Hand, in einer Schule 20 Kinder erschießen würde - ich gaube, es würde nicht einmal 24 Stunden dauern, bis mindestens 20 Bischöfe völlig klar, schriftlich, per zeitungsartikel, per Interview, etc. - völlig klar zum Ausdruck bringen würden, dass das Umbringen von Kindern nicht mit dem Christlichen Glauben vereinbar ist; von dem, was Rom dazu sagen würde, ganz zu schweigen.

Auf der anderen Seite lesen wir erst gerade vor ein paar Tagen, dass die IS "wieder einmal" ein paar hundert Kinder umgebracht hat.

Wo sind die Zeitungsartikel islamischer Autoritäten dazu? Wo die Interviews?

Ich freue mich auf Links.
 
Last edited:
@Kimber22

Hi, Leuz! :) Also ich muss sagen, je mehr ich mir diese Sache durch den Kopf gehen lasse, desto mehr macht mir diese Überlegung Spaß! :)

Zunächst vllt das Wichtigste: @sniper100: Also bei deinem Gedanken, der mit dem "Reservat", da ist dir vllt. selbst nicht so genau klar, wie genial der eigentlich ist.... :) Auf der anderen Seite, bei paar Dingen, wo du schreibst, da find ich, schießt du ein bisschen über's Ziel hinaus. Da les ich paar Dinge heraus, mit denen ich nicht so recht d'Accord gehe....

Ich schreib weiter unten noch paar Sachen, hier nur mal die wesentlichsten Grund-Überlegungen, plus eine Sache, die mir wichtig ist, gleich hier klarzustellen. Das sind @zenobits Anmerkungen zu Staat, Gesetz und Bevölkerungsgruppen.



Das unterstreiche ich voll und ganz - den Gedanken Überlegung für Überlegung, Satz für Satz. Ich nehm mal den Punkt mit den unterschiedlichen rechtlichen Bestimmungen, das sag ich mal, ist "meiner", der Rest ist nicht mein Business.

--

Ich gehe darauf in einem späteren Post ein.

Für hier nur noch ein anderes Wesentliches, es geht hier ja immerhin um den Islamischen Staat .

Also, wie schon oben gesagt, aus meiner Sicht ist das alles andere als ein falsch verstandener Islam, was da zwischen Bengasi und Erbil läuft. Im Gegenteil: Ich bin der Ansicht, das IST der Islam, der hier zutage tritt - wenn er einmal "losgelassen" wird.

Oder - wenn ich mich hier irren sollte, dann geb ich das auch gerne zu - aber ich bitte hier nicht um seitenweise Erklärungen, was irgendwelche europäische halb-säkulare Muslime meinen, sondern ich bitte um Links auf Aussagen der zwei großen, islamischen Autoritäten: Auf Professoren der Al-Azhar-Universität Kairo erstens, sowie zweitens auf Aussagen von Ayatollah Ali Khamenei aus dem Iran.

Und ich meine nicht irgendwelche Anmerkungen "zwischen-den-zeilen", oder Nebensätze der Islamischen Religionsgruppe Nordost-Vorstadt.... Sondern ich meine offizielle, volle Statement, die zB rumtr Ausdruck bringen, dass zB die Vertreibung von Ungläubigen *nicht* im Sinne des Korans ist....

Ist das nur westliche Propaganda? Sind das nur falsche Übersetzungen, die so lauten wie: "Und tötet sie, wo ihr sie findet?" Ist das, was in den geschichtlichen Aufzeichnungen steht, zB, dass Mohammed feindliche Krieger enthauptet hat, muss man das alles im historischen Zusammenhang sehen? Verhalten sich die gegenwärtigen Krieger, wenn sie dem Vorbild Mohammed folgen, richtig oder falsch?

Ich denke, das wäre einmal echt interessant, dazu ein paar aussagekräftige Texte islamischer religiöser Autoritäten zu lesen.


Ich hab halt leider noch keinen vernünftigen Link dazu gefunden... Aber ich lerne immer gerne dazu ;-) Wie schon gesagt: Ich freue mich auf jeden vernünftigen Link!


Sorry, du bist völlig neben der Mütze mit deinen wirren Ideen einer "Muslimischen Selbstverwaltung", etc....

Und was die ISIS betrifft: Das ist nicht der Islam in Reinkultur, sondern eine Entstellung der islamischen Religion.
Du willst dafür als Nachweis Stellungnahmen islamischer Autoritäten?
Gerne.
Allerdings wirfst du wieder vieles in einen Topf: Die Al-Azhar-Universität von Kairo -- die für den sunnitischen Islam spricht, dem über 90% der Muslime angehören-- und den Iraner Al Khamenei, der Schiit ist.
Ohne gewisse theologische Grundkenntnisse geht es eben nicht...

Allerdings ist der Unterschied in den wesentlichen Glaubensfragen zwischen Sunniten und Schiiten marginal, also gering.

Die Al-Azhar-Universität in Kairo hat bereits 1988-- also 13 Jahre vor "09/11/2001"!!!-- in einer wegweisenden "Fatwa" (= "Islamisches Rechtsgutachten") unmissverständlich fest gestellt, dass "Djihad" heutzutage nur noch als "Individuelle Anstrengung" zu verstehen ist und nicht mehr als "Heiliger Krieg."
Dasselbe äußern sie in einem zweibändigen Lehrbuch über den Koran und den Islam. Dieses Lehrbuch gilt als autoritative Interpretation des Koran.
Die "Djihadisten"/Islamisten/Terroristen der ISIS-- und aller anderen islamistischen Gruppierungen-- können sich also nicht legitim auf den Koran berufen.

lg
"Rosi" (Johannes)

-- Nachtrag:
Und was Stellungnahmen der islamischen Welt zur ISIS betrifft: Saudi-Arabien hat ihr Tun als "unislamisch" verurteilt, die "Arabische Liga" hat es getan, Indonesien (mit 2 Milliarden Muslimen der grösste muslimische Staat der Welt) hat es getan, etc...--- findest du alles, wenn du dich ein wenig im Netz umsiehst unter "Islamischer Staat" ("Wikipedia")
 
Last edited:
rosettenfreak: jetzt lass doch bitte endlich wieder die fullquoterei. Ich weiß nicht, das haben wir schon vor zwei jahren diskutiert. ich hab damals gesagt, dass ich das nicht für konstruktiv halte, wenn ein text - unmittelbar auf das geschriebene, genau exakt, wort für wort, unverändert, ohne auch nur die geringst ergänzung - einfach komplett quotet wird. DU hast darauf gesagt, dass mich das überhaupt nix angeht, wie du deine posts anlegst. Okay, ich hab kein prob damit.

Aber wenigstens, wenn ich das darf, würde ich mir wünschen, dass das, was du schreibst, zumindest ansatzweise etwas mit dem zu tun haben könnte, was ich schreibe.

Dies nur als kurzer kommentar. ansonsten kommentiere ich dich sowieso nicht mehr..
 
War mein Schluss-Satz, also meine Abschluss-Frage und meine Abschluss-Aufforderung - war das wirklich so dermaßen unverständlich?

Wo sind die Zeitungsartikel islamischer Autoritäten dazu? Wo die Interviews?

Ich freue mich auf Links.
 
-- Nachtrag:
Und was Stellungnahmen der islamischen Welt zur ISIS betrifft: Saudi-Arabien hat ihr Tun als "unislamisch" verurteilt, die "Arabische Liga" hat es getan, Indonesien (mit 2 Milliarden Muslimen der grösste muslimische Staat der Welt) hat es getan, etc...--- findest du alles, wenn du dich ein wenig im Netz umsiehst unter "Islamischer Staat" ("Wikipedia")

Okay. Das klingt einmal ganz gut.

Und jetzt bitte die entsprechenden Links dazu.

Und bitte nicht nur einen oder zwei. Den IS gibt es immerhin schon seit - helft mir: wie lange schon? 3 Monate? In Syrien? 3 Jahre? über wie viele Menschen herrscht der IS aktuell gerade? 1? 2 Millionen? - da muss es doch haufenweise muslimische, islam-theoretische Texte dazu geben....
 
Die Al-Azhar-Universität in Kairo hat bereits 1988-- also 13 Jahre vor "09/11/2001"!!!-- in einer wegweisenden "Fatwa" (= "Islamisches Rechtsgutachten") unmissverständlich fest gestellt, dass "Djihad" heutzutage nur noch als "Individuelle Anstrengung" zu verstehen ist und nicht mehr als "Heiliger Krieg."

Ah, perfekt! Endlich schreibst du mal was Vernünftiges! :)

Und, wo sind die jetzt?

Oder: Hat sich schon ein islamischer Gelehrter der Uni Kairo mit dem selbsternannten Kalifen des IS getroffen, also mit Abu Bakr al-Baghdadi? Um ihm diese wegweisende Fatwa zu erklären?

Wie immer: Ich hab nicht unbedingt die Zeit, mir von Al Arabija über Al Jazeera über sonstiges, das heraus zu suchen, was du behauptest. Also, wie ich schon sagte, sagte ich das eigentlich schon? Ich bitte um Link (s).
 
Zumindest von der Scharia-Sache in Wuppertal hat sich gleich der Oberrat der Moslems (oder wie auch immer deren oberste Institution heissen mag) zu Wort gemeldet und sich davon distanziert!

@Kimber22: meinst du nicht auch, daß es ein wenig von der Darstellung der Medien abhängt, die vielleicht nur extrem selten über Statements aus dem Bereich berichten?

Nehmen wir doch mal den Amokläufer und Terroristen Anders Behring Breivik der auf einer Insel in Norwegen zig Menschen erschossen und Bomben gelegt hat. Als ich davon gehört habe und die Hintergründe noch nicht bekannt waren, habe ich mir automatisch gedacht: Terroranschlag, bestimmt ein Moslem.
War aber das genaue Gegenteil. Er gehörte einer christlichen Vereinigung von Freimaurern an und hatte als Motiv Überfremdung und Islamhass.
Die Medien haben (zu Recht) aber nicht die Schuld in der Religion oder der religiösen Führung seiner Religion gesucht.
Wäre das deiner Meinung nach von der Presse genau so aufgenommen worden, wenn er bekennender Moslem gewesen wäre?
 
Nachtrag zum Thema Statements der Moslems und Distanzierung:
Die meisten Texte dürfte dann auch in arabisch verfasst sein. Ich glaube, daß sich Religionen aber allgemein damit schwer tun, das Internet zu nutzen. Dann schon eher die andere Seite, die radikalen Gruppierungen, die Anhänger rekrutieren wollen.

Auch die christliche Kirche tut sich sehr schwer Greultaten die bereits vor hunderten Jahren begangen wurden zuzugeben und zu verurteilen. Da hängt noch viel alter Tradition und "Unfehlbarkeit" vergangener Zeiten nach. Finde zumindest ich!
 
War aber das genaue Gegenteil. Er gehörte einer christlichen Vereinigung von Freimaurern an und hatte als Motiv Überfremdung und Islamhass.
Die Medien haben (zu Recht) aber nicht die Schuld in der Religion oder der religiösen Führung seiner Religion gesucht.
Wäre das deiner Meinung nach von der Presse genau so aufgenommen worden, wenn er bekennender Moslem gewesen wäre?

Nein, war er nicht. Anders Behring Breivik hat in seinem "Manifest" mehrfach festgestellt, dass er mit dem christlichen "Dreck" nix anfangen kann... Er hat sich zu irgendeiner, angeblichen, in seiner verqueren Fantasie, irgendwas, Freimaurer-Loge zugehörig gefühlt; wo sich aber außer ihm selbst sich kein zweites Mitglied finden hat lassen... Nun, es ist jedem freigestellt, eine Freimaurer-Loge zu gründen, der man dann angehören könne...

Aber, dass er zum Christentum gehört, das hat er selbst in seinem eigenen Zeugs vehement verneint.

Das Gegenteil ist der Fall: Nach den unzähligen Mördern, die unglaublich stolz darauf waren, dass sie für den Islam ihre Morde begehen (ob das jetzt für den "wahren" oder einen "angeblichen", oder ob die beiden nicht in wahrheit "eines" sind, sei einmal dahingestellt....) - sucht die Presse seit über 10 Jahren verzweifelt nach nur einem einzigen christlichen Attentäter.

Nur, da gibt's einfach keinen.

So ist die Geschichte korrekt erzählt.
 
Wiki stellt es etwas anders da:
"Breivik war von Februar 2007 bis zum Bekanntwerden seiner Tat Mitglied der Johannisloge St. Olaus til de tre Søiler, einer Freimaurerloge des christlichen Norwegischen Freimaurerordens, in der er den dritten Grad (Meister) nach Schwedischem Ritus erreichte."

Da er in der Hierarchie aufgestiegen ist und sich sicherlich nach seiner Tat nicht selber rausgeworfen hat, schließe ich daraus, daß er nicht einziges Mitglied einer selber gegründeten Loge war.

Als Motiv hat er Überfremdung und Islamhass angegeben. Das würde ich jetzt auch zu Religionshass zählen, auch wenn er vielleicht kein fanatischer Religionsanhänger war, hat er auch aus Religionshass gegenüber dem Islam gehandelt.
Da verschwimmen für mich ein wenig politische und religiöse Motive. In muslimischen Ländern ist die Kirche ja auch noch sehr stark in die Regierung eingebunden. Daher gehört das irgendwie zusammen.
 
okay, erst mal punkt für dich. Da bin ich jetzt erst mal selber am Nachsehen. :) Meine Infos stammen aus dem Interview einer ausgesprochen fähigen Frau, die das genau so argumentiert hat, wie ich das wiedergegeben hab.

Ich hasse es zwar, gegen Wikipedia schreiben zu müssen, aber ich glaube, dass in dem aktuellen Fall ein paar Dinge nicht stimmen, die auf Wiki stehen. Die Freimaurer haben schon grundsätzlich überhaupt keinen christlichen Bezug. Die Templer, ja, die Malteser? Ja, die Johanniter? Ja. Das waren alles frühere Kreuzfahrer...

Die Freimaurer? Die hatten von Anfang an nichts mit der Katholischen Kirche zu tun. Hier zB ist die Johannisloge. http://de.wikipedia.org/wiki/St._Johanneslogen_St._Olaus_til_de_tre_Søiler

Ich hasse es, gegen wiki scheiben zu müssen, aber ich glaube, dass die Sache mit der Mitgliedschaft im quoting: »christlichen Norwegischen Freimaurerordens«

Ich sag mal vom fleck weg, da würden sich wahrscheinlich die norwegischen Freimaurer schon alleine massiv dagegen wehren, wenn sie irgendjemand in eine christliche Tradition stellen würde...
 
Quote von:
http://de.wikipedia.org/wiki/Norwegischer_Freimaurerorden

»
Anders Behring Breivik

Der Attentäter der Anschläge von Oslo und Utøya 2011, Anders Behring Breivik, war bis zum Bekanntwerden seiner Tat Mitglied der christlich orientierten Johannes-Freimaurerloge St. Johanneslogen St. Olaus til de tre Søiler, die zu dem Norwegischen Freimaurerorden angehört. Er soll den dritten Grad (Meister) erworben haben.[3][4]

Der damalige amtierende Großmeister der Norwegischen Freimaurer Ivar A. Skar erklärte nach Bekanntwerden der Täterschaft auf der Homepage der Organisation: „[…] Nachdem in den Medien bekannt wurde, dass der Angeklagte ein Mitglied des norwegischen Orden der Freimaurer war, wurde er mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen.
Der Ausschluss wurde aufgrund der Handlungen des Beschuldigten beschlossen. Die Werte, die ihn für diese Tat motiviert haben, sind völlig unvereinbar mit dem, für was wir stehen. […] Die Polizei bekommt von uns selbstverständlich alle Unterstützung und Informationen, die sie zur Aufklärung benötigt.“[5]

Der Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland, Rüdiger Templin, gab nach Bekanntwerden der Anschläge eine Stellungnahme mit Übersetzung der Erklärung der Großloge von Norwegen ab.[6]
«

Also da wurde sofort reagiert und klargestellt, dass die Großloge mit dieser Wahnsinnstat überhaupt nichts zu tun haben will...
 
Mein lieber Rosettenfreak,

wie kommst du auf das schmale Brett, dass es alleine in Indonesien
zwei Milliarden Muslime gibt, es gibt Weltweit nur 1,5 Milliarden, von
denen ca. 190 Millionen auf Indonesien leben, soll ich jetzt deine übrigen
Thesen auch um den Faktor 10 dividieren bzw. multiplizieren.

In einem hat Kimber Recht: Wo bleibt der Aufschrei der islamischen Welt
angesichts des Terrors ???

Wenn andererseits in einem überwiegend von Muslimen bewohnten
Wohnhaus in Berlin eine Fußmatte brennt, dann ist das sofort eine
BREAKING NEWS bei AL JAZEERA und Facebook - Ausländerfeindlichkeit.

Wer ist jetzt hier verlogen ?
 
Nun ich betrachte Wiki nicht als allwissend oder immer zu 100% richtige Quelle. Allerdings finden sich bei länger eingestellten Artikeln meist Leute die "Einspruch" erheben, wenn drastische Falschmeldungen aufgeführt werden. Und den Artikel über Breivik würde ich schon als einen der häufiger gelesenen bezeichnen.

Aber darum ging es mir eigentlich auch gar nicht. Mein Anliegen war eher die Darstellung der Medien.
Selbst wenn die Freimaurer keinen Bezug zur christlichen Kirche haben sollten, sind sie doch eine Gemeinschaft um die sich einige kleine Geheimnisse ragen.
Da hätte man ja auch schreiben können: "Freimaurer richtet Blutbad auf Insel an!"
Hat man aber nicht.
Da frage ich mich wie die Schlagzeile ausgesehen hätte, wenn er bekennender Moslem gewesen wäre?

Ich glaube nicht, daß die europäischen Medien das nicht aufgegriffen hätten, selbst wenn es mit dem Amoklauf in keinem Zusammenhang stehen sollte.
Ebenso glaube ich, daß die Medien gar nicht so scharf auf islamische Dementi im Zusammenhang mit begangenen Greultaten sind. Darüber wird dann wohl eher mal eine Randnotiz fallen gelassen.
Massaker verkaufen sich weitaus besser als Friedensbekundungen.

Das ist zumindest meine persönlich Einschätzung!

Ergänzung:
Meine Antwort bezog sich auf Kimbers vorletzten Beitrag nicht seinen letzten, danach haben wir etwa zeitgleich gepostet!
 
Last edited:
@Zenobit

Iss ne Wurst, mach ne Wurst, geht es noch unterirdischer ?
Bei dir vermute ich mal ein "JA"
 
Ergänzung:
Meine Antwort bezog sich auf Kimbers vorletzten Beitrag nicht seinen letzten, danach haben wir etwa zeitgleich gepostet!

Kein Ding, zenobit. :) ich mein die Sachen auch immer eine Spur weniger ernst als sie klingen :)

Mein Punkt ist ein ganz ein einfacher: Wo sind die Saudis? Wo sind die muslimischen Führer der Vereinigten Arabischen Emirate? Wo sind die Statements aus dem Iran?

Ich meine: Was haben wir Europäer südlich von Ankara zu suchen? Sieben Mal sind wir dort hin gefahren, und mindestens fünf Mal davon, ist das in die Hose gegangen? Haben wir nicht genügend Probleme auf unserem eigenen Kontinent?
 
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