bardo_eroticos
Literotica Guru
- Joined
- Jul 17, 2011
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- 601
Netiquette hin oder her, und egal wie man das Kind nennt.
Auch anspruchsvolle Kritik kann durchaus so formuliert werden, daß es den Autoren nicht verletzt. Wobei das natürlich alles relativ ist, wie der Umgang mit Kommentaren zu Geschichten immer wieder zeigt. Manche sind halt dünnhäutiger als andere.
Wobei ich zugeben muß, bei manchen der in Lit vorliegenden Texte fällt es mir auch schwer, diplomatisch zu formulieren. Lady Dev.. wäre so ein Beispiel. Wie im anderen Thread gesagt, ich weiß nicht mehr, ob ich kommentiert habe, vermutlich aber nicht, da eigentlich alles schon gesagt war. Und der Text als solches lag formell einfach in einer unterirdisch schlechten Form vor.
Und manche der Kommentare, wenn ich mich recht erinnere, waren nicht nett formuliert, wenn auch in der Sache richtig.
Zusätzlich denke ich, wenn der Kommentar zu abgefahren kommt, nutzt er wenig. Ich denke die wenigsten Autoren bei Lit werden google anwerfen, um einen Kommentar zu verstehen. Die anderen Kommentatoren bzw Leser noch weniger. Da artet ein Kommentar dann schon schnell zu einer Übung um ihrer selbst willen aus.
Für mich haben die Kommentare zwei Funktionen: Entwicklungshilfe für den Autoren, und eine Einschätzung, wie der Text beim Leser ankommt.
Die Anwendung von Fachsprache um ihrer Selbst willen hat mich schon immer angezeckt.
Bei Prüfungen hatte ich öfter mal das Problem, daß meine Antworten zwar richtig waren, aber der Prüfer bekrittelt hat, das ich nicht genug Fachsprache verwende. Das Problem für mich: achtzig Prozent der Leute, denen ich etwas fachliches erklären muß sind Laien. Es ist für mich also wichtiger, mich so auszudrücken, daß im Zweifellsfall auch der letzte Depp unter meinen Kunden versteht, wovon ich rede. Aber das lernt man an der Uni nicht.
Bei den Kommentaren geht es mir ähnlich. Verstehe ich, was einer von mir will, kann ich leichter darauf eingehen. Muß ich mir erst noch die Arbeit machen, ein Verständnis zu erarbeiten, ist die Lernkurve zwar größer, aber der Zeitaufwand auch. Das schreckt ab.
Generell denke ich, (kritische) Kommentare sollten sich schon ein wenig am Publikum orientieren. Hauptsinn einer Kritik ist, Stärken und Schwächen im kritisierten Objekt aufzuzeigen. Mit, wie ich denke, zwei hauptsächlichen Zielpunkten. Zum einen um anderen 'Konsumenten' eine Idee zu geben, auf was sie sich einlassen. Zum anderen um dem 'Produzenten' mitzuteilen, wo Stärken und Schwächen in seinem Werk liegen. Was er annehmen kann, oder auch nicht.
Wobei nicht ausser acht zu lassen ist, das Kritik auch dem Zeitgeist entspringt. Wieviel Autoren (Künstler im allgemeinen) gibt es, die zu Lebzeiten schlechte Kritik zu haben, nur um posthum dann doch irgendwann positiv kritisiert zu werden.
Wobei ich generell bei den Kommentaren vor allem zwei Dinge immer wieder faszinierend finde.
1. in der überwiegend Zahl der Fälle, so scheint mir, werden kritische Kommentare eher von anderen (meist anonymen) Kommentatoren angegriffen, als vom Autor selbst.
2. manche Kommentare hauen einem "Fehler" um die Ohren, ohne konkret darauf einzugehen, was die Fehler sind. Als konkretes Beispiel: ogabu hat mir "Fehler zu hauf" vorgeworfen in einem Kommentar. Das ist erst mal Geschwafel, solange er das nicht konkretisiert. Hat er nach Aufforderung auch getan, und siehe da, seine "Fehler zu hauf" war Rechtschreibung nach der "alten" Rechtschreibung. Wäre ich nie drauf gekommen... und werde ich auch nicht ändern.
Zumal ich mir nicht sicher bin, ob die Österreicher und Schweizer die "neuen" deutschen Rechtschreibregeln auch übernommen haben...
Und zu Reich-Ranicki (dem echten
), den konnt' ich noch nie leiden. *brrr* 
Auch anspruchsvolle Kritik kann durchaus so formuliert werden, daß es den Autoren nicht verletzt. Wobei das natürlich alles relativ ist, wie der Umgang mit Kommentaren zu Geschichten immer wieder zeigt. Manche sind halt dünnhäutiger als andere.
Wobei ich zugeben muß, bei manchen der in Lit vorliegenden Texte fällt es mir auch schwer, diplomatisch zu formulieren. Lady Dev.. wäre so ein Beispiel. Wie im anderen Thread gesagt, ich weiß nicht mehr, ob ich kommentiert habe, vermutlich aber nicht, da eigentlich alles schon gesagt war. Und der Text als solches lag formell einfach in einer unterirdisch schlechten Form vor.
Und manche der Kommentare, wenn ich mich recht erinnere, waren nicht nett formuliert, wenn auch in der Sache richtig.
Zusätzlich denke ich, wenn der Kommentar zu abgefahren kommt, nutzt er wenig. Ich denke die wenigsten Autoren bei Lit werden google anwerfen, um einen Kommentar zu verstehen. Die anderen Kommentatoren bzw Leser noch weniger. Da artet ein Kommentar dann schon schnell zu einer Übung um ihrer selbst willen aus.
Für mich haben die Kommentare zwei Funktionen: Entwicklungshilfe für den Autoren, und eine Einschätzung, wie der Text beim Leser ankommt.
Die Anwendung von Fachsprache um ihrer Selbst willen hat mich schon immer angezeckt.
Bei Prüfungen hatte ich öfter mal das Problem, daß meine Antworten zwar richtig waren, aber der Prüfer bekrittelt hat, das ich nicht genug Fachsprache verwende. Das Problem für mich: achtzig Prozent der Leute, denen ich etwas fachliches erklären muß sind Laien. Es ist für mich also wichtiger, mich so auszudrücken, daß im Zweifellsfall auch der letzte Depp unter meinen Kunden versteht, wovon ich rede. Aber das lernt man an der Uni nicht.
Bei den Kommentaren geht es mir ähnlich. Verstehe ich, was einer von mir will, kann ich leichter darauf eingehen. Muß ich mir erst noch die Arbeit machen, ein Verständnis zu erarbeiten, ist die Lernkurve zwar größer, aber der Zeitaufwand auch. Das schreckt ab.
Generell denke ich, (kritische) Kommentare sollten sich schon ein wenig am Publikum orientieren. Hauptsinn einer Kritik ist, Stärken und Schwächen im kritisierten Objekt aufzuzeigen. Mit, wie ich denke, zwei hauptsächlichen Zielpunkten. Zum einen um anderen 'Konsumenten' eine Idee zu geben, auf was sie sich einlassen. Zum anderen um dem 'Produzenten' mitzuteilen, wo Stärken und Schwächen in seinem Werk liegen. Was er annehmen kann, oder auch nicht.
Wobei nicht ausser acht zu lassen ist, das Kritik auch dem Zeitgeist entspringt. Wieviel Autoren (Künstler im allgemeinen) gibt es, die zu Lebzeiten schlechte Kritik zu haben, nur um posthum dann doch irgendwann positiv kritisiert zu werden.
Wobei ich generell bei den Kommentaren vor allem zwei Dinge immer wieder faszinierend finde.
1. in der überwiegend Zahl der Fälle, so scheint mir, werden kritische Kommentare eher von anderen (meist anonymen) Kommentatoren angegriffen, als vom Autor selbst.
2. manche Kommentare hauen einem "Fehler" um die Ohren, ohne konkret darauf einzugehen, was die Fehler sind. Als konkretes Beispiel: ogabu hat mir "Fehler zu hauf" vorgeworfen in einem Kommentar. Das ist erst mal Geschwafel, solange er das nicht konkretisiert. Hat er nach Aufforderung auch getan, und siehe da, seine "Fehler zu hauf" war Rechtschreibung nach der "alten" Rechtschreibung. Wäre ich nie drauf gekommen... und werde ich auch nicht ändern.
Zumal ich mir nicht sicher bin, ob die Österreicher und Schweizer die "neuen" deutschen Rechtschreibregeln auch übernommen haben...
Und zu Reich-Ranicki (dem echten

