Old 11-03-2014, 10:33 AM   #1
Leonie12
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Sterbehilfe????

Dieses Thema ist ganz sicher nicht passend für ein Erotikforum. Aber allemal diskussionwürdig.
Mit Bestürzung, aber auch einer gewissen Beruhigung, habe ich gelesen, dass die an einem Gehirntumor unheilbar erkrankte Brittany Maynard (29) im US-Bundesstaat Oregon ihrem Leben durch die Einnahme tödlicher Medikamente ein Ende gesetzt hat. Ich gehe davon aus, dass fast jeder User über den Leidensweg der jungen Frau informiert ist?
Brittany musste von Kalifornien nach Oregon umsiedeln, weil dieser Staat als eines von 5 Bundesstaaten der USA die Sterbehilfe erlaubt.
Sie ist nach der selbsttätigen Einnahme der tödlichen Mittel friedlich im Kreis ihrer Familie und Freunde eingeschlafen.
Diese Zeromonie mag man sich nicht vorstellen. Genausowenig wie die Zeromonie, sich bis zum letzten Atemzug der Präventivmedizin zu überlassen.

Für welche der beiden Varianten würdet ihr euch entscheiden. Und warum?
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Last edited by Leonie12 : 11-05-2014 at 01:29 PM.
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Old 11-06-2014, 10:41 AM   #2
Zenobit
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Ich denke mal die Situation in Deutschland ist da ähnlich. Wer Sterbehilfe möchte muss dann halt "nur" in die Niederlande gehen, wo das zumindest unter bestimmten Möglichkeiten zu machen ist.

Wenn man nicht selber direkt vor der Entscheidung steht, ist es schwer zu sagen, wie man handeln würde. Von den Menschen denen in den USA erlaubt wurde sich selber zu töten (oder erlösen, je nachdem wie man es sieht), hat ein gewisser Teil (etwa 700 Leute) sich dann kurz vorher entschieden die bereits ausgegebene tödlichen Medikamente doch nicht zu nehmen.

Der Mensch hängt halt doch sehr an seinem Leben. Da hängt sehr viel von der persönlichen Situation ab. Kann ich für mich nicht sagen, solange ich nicht direkt selber betroffen bin.
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Old 11-10-2014, 10:47 AM   #3
Leonie12
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Originally Posted by Zenobit View Post
Ich denke mal die Situation in Deutschland ist da ähnlich. Wer Sterbehilfe möchte muss dann halt "nur" in die Niederlande gehen, wo das zumindest unter bestimmten Möglichkeiten zu machen ist.

Wenn man nicht selber direkt vor der Entscheidung steht, ist es schwer zu sagen, wie man handeln würde. Von den Menschen denen in den USA erlaubt wurde sich selber zu töten (oder erlösen, je nachdem wie man es sieht), hat ein gewisser Teil (etwa 700 Leute) sich dann kurz vorher entschieden die bereits ausgegebene tödlichen Medikamente doch nicht zu nehmen.

Der Mensch hängt halt doch sehr an seinem Leben. Da hängt sehr viel von der persönlichen Situation ab. Kann ich für mich nicht sagen, solange ich nicht direkt selber betroffen bin.
Das stimmt schon. Auch wenn passive Sterbehilfe in den Niederlanden erlaubt ist, dürfen sie nur Einwohner der Niederlande unter ganz bestimmten Voraussetzungen in Anspruch nehmen. Du müsstest also erstmal nach NL umsiedeln.
Einfacher geht es mit der Schweizer Sterbehilfe"firma" "Degnitas".
Die betreibt den Suizid als Geschäft. Muss man so mal klar sagen.
Eine gute alte Freundin hat vor einigen Jahren deren Hilfe in Anspruch genommen.
Der Ablauf ist professionell und klingt sehr nüchten.
Nach der ersten Kontakaufnahme kommt ein Mitarbeiter der >Firma< zu einem Besuch in dein/e Haus/Wohnung. Er bewertet nach langen Gesprächen die Situation. Vor allem die Ernsthaftigkeit des Sterbwillens.
Als alles geregelt war, wurde meine Bekannte in einem Liegendtransport nach Zürich gefahren. Mit dabei Mann und Tochter.
Das Sterbezimmer war ein kahler Raum einer Wohnung in einem beliebigen Mietshaus.
Bett, Tisch und Vorhang am Fenster. Anwesend ein Arzt, ein Notar, die Familie und ein Mitarbeiter von Degnitas.
Der Cocktail wurde mundgerecht mit einem Strohhalm angeboten. Es lag an B. ihn zu trinken. Sie hat.
Soooo möchte ich das niemals erleben.
Genausowenig wie Apparatemedizin.
Jeder Mensch sollte selbst entscheiden dürfen, wann er für sich das Maß erfüllt sieht.
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